Die Messe zeigte sich in diesem Jahr stark politisch. Hochrangige Vertreter aus Bundestag, Landespolitik, Ministerien und der EU-Kommission nutzten die Bus2Bus für den direkten Austausch mit dem Busmittelstand. „Die Busbranche steht vor grundlegenden Veränderungen – technologisch, strukturell und im Wettbewerb. Die Bus2Bus schafft den Raum, in dem daraus Orientierung entsteht und Zukunft gestaltet wird“, sagte Dirk Hoffmann, Geschäftsführer der Messe Berlin.
Direkter Austausch mit der Politik
Ideeller Partner der Messe ist der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo), Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des bdo, betonte in ihrem Fazit die wachsende Relevanz der Veranstaltung: „Die Bus2Bus 2026 war so politisch wie nie. Neben zentralen Zukunftsthemen, wie dem autonomem Fahren und der Elektrifizierung von Busflotten, zählen steigende Energiepreise zu den drängendsten Herausforderungen der Branche. Umso wichtiger ist gerade deshalb der direkte Austausch mit der Politik. Der Besuch von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sowie die Präsenz des Bundestagsverkehrsausschusses und des Parlamentskreises Bus sind ein klares Signal für die wachsende Bedeutung der Busbranche.“
13 Prozent mehr Fachbesucher
Auf der Messe zeigten 156 Aussteller aus 25 Länder ihre Produkte und Dienstleistungen, zu sehen waren unter anderem 60 ausgestellte Busse. Das Programm umfasste über 100 Sessions und mehr als 120 internationale Speaker aus Politik, Wirtschaft und Forschung. Die Aussteller zeigten gut die Bandbreite der Branche auf – von innovativen Fahrzeugtechnologien über digitale Lösungen bis hin zu neuen Mobilitätskonzepten. Besonders hob der Veranstalter das Wachstum bei den Fachbesuchern hervor: 13 Prozent gegenüber 2024. Zahlreiche Busunternehmen aus der gesamten Republik und darüber hinaus waren vor Ort und brachten ihre Perspektiven und Erfahrungen aktiv in die Diskussionen ein.
Alternative Antriebe und regulatorische Rahmenbedingungen
Im Mittelpunkt der Bus2Bus stand der Dialog zwischen Politik und Branche. Dieser fand nicht nur auf den Bühnen statt, sondern zog sich durch die gesamte Messe. Neben dem aktuellen Dauerbrenner der steigenden Energiepreise ging es auch um Themen wie Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung, alternative Antriebe und regulatorische Rahmenbedingungen. Auf der dieses Jahr zum ersten Mal ins Leben gerufene Partner Stage setzten die bdo-Landesverbände praxisnahe Impulse, etwa zu regionalen Herausforderungen und der konkreten Umsetzung politischer Vorgaben. Der Austausch am bdo-Stand sowie die Future Night boten zusätzliche Gelegenheiten für vertiefte Gespräche zwischen Politik und Branche.
Grußwort von Bundesverkehrsminister Schnieder
Ein Höhepunkt der Bus2Bus war das Grußwort von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) am zweiten Messetag. Schnieder kündigte er an, die Rahmenbedingungen für die Busbranche weiterentwickeln zu wollen. Unter anderem sprach er sich für einen spürbaren Bürokratieabbau sowie Verbesserungen beim Busführerscheinerwerb und der Berufskraftfahrerqualifikation aus. Bei seinem anschließenden Rundgang überzeugte er sich persönlich von der Innovationskraft der Branche. „Die Bus2Bus hat in diesem Jahr eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Politik und Branche ist. Noch nie war die politische Präsenz so hoch, noch nie der Austausch so intensiv. Genau diesen Schulterschluss brauchen wir, um die aktuellen Herausforderungen der Transformation gemeinsam zu bewältigen und die Zukunft der Busmobilität aktiv zu gestalten“, sagte Christiane Leonard.
Bus2Bus wird auf drei Tage verlängert
Die Bus2Bus entwickelt ihr Konzept weiter. Mit einer eigenen „Bus2Bus Zone“ auf der InnoTrans Asia in Singapur vom 7. bis 9. September 2027 will man die Themen und das Netzwerk der Fachmesse in internationale Wachstumsmärkte tragen. Gleichzeitig wolle man „auf die steigende Dynamik der Branche“ reagieren, so die Messe Berlin. Man erweitert das Format am Standort Berlin: Ab 2028 wird die Bus2Bus von zwei auf drei Tage verlängert.