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Digitalisierung: RVK gibt 700 Tablets an die Busfahrer aus

Die ersten Tablets wurden am Betriebsstandort Meckenheim an Fahrer und Fahrerinnen der RVK ausgegeben
© Foto: RVK

Mit der Ausgabe von Tablets will die RVK die Kommunikation mit dem Fahrpersonal verbessern, zudem sollen die digitalen Helfer den Arbeitsalltag der Fahrer vereinfachen.


Datum:
01.12.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
5 min
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Der Regionalverkehr Köln (RVK) stattet seine Fahrer mit Tablets aus. Unter den Namen „Heinzi“ werden die Tablets an das Fahrpersonal ausgegeben, wobei Heinzi als Abkürzung für „Heinzelmännchen“ steht. Ein RVK-Fahrer hatte den Namen vorgeschlagen, da er das Büchlein bei seinem Umzug nach Köln als Geschenk erhielt und fand, dass der Name wunderbar auf den digitalen Helfer der Fahrpersonale passt. Denn durch den Einsatz der Tablets soll das Fahrpersonal einen standortunabhängigen, schnelleren und papierlosen Zugang zu relevanten und aktuellen Informationen erhalten. Die Tablets ersetzen dabei ab sofort die papierbasierten Informationsquellen der RVK-Fahrpersonale.

Das Fahrpersonal dürfe bei der digitalen Kommunikation nicht übersehen werden, so das Verkehrsunternehmen. Fahrgastfragen, Baustellen, Straßensperrungen oder Unfälle seien keine Seltenheit und da eine erforderliche Kommunikation nicht selten zu spät oder gar nicht möglich ist, soll das Fahrpersonal der RVK von Heinzi profitieren. Hinzu komme, dass „eigene Eingaben der Fahrpersonale schneller und einfacher übermittelt werden können“.

RVK-Geschäftsführer Marcel Frank erklärte: „Wir müssen verhindern, dass eine Kluft zwischen den verfügbaren digitalen Möglichkeiten und ihrer Nutzung in Betrieben entsteht. Die Erwartungshaltung unserer Fahrgäste orientiert sich selbstverständlich an aktuellen technischen Entwicklungen. Hinzu kommt, dass der ÖPNV durch digitale Instrumente ein sehr viel moderneres und nachhaltigeres Arbeiten und Image entwickeln kann.“

Ausgabe von rund 700 Tablets

Umsetzen konnte die RVK das Projekt durch das Förderprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV). Fünf der sechs RVK-Standorte werden mit geförderten Tablets ausgestattet, für einen weiteren Standort war eine Eigenfinanzierung erforderlich. Bei den fast 700 Tablets handelt es sich um iPads der neunten Generation mit 256 GB Speicher. Sie sind WLAN-fähig und verfügen über eine SIM-Karte mit 5 Gigabyte.

„Das Tablet für den Start zu konfigurieren war nicht leicht. Die Möglichkeiten, die sich bieten, sind so vielfältig, aber wir haben uns für einen Prozess des sukzessiven Aufbaus entschlossen, um den Fahrpersonalen einen leichten Übergang in das neue Medium zu ermöglichen“, sagte Jeanine Riehl, die Leiterin der Projektgruppe.

Bereits jetzt biete Heinzi den Fahrern die aktuellen Dienstpläne, eine Kalenderfunktion, die sich mit dem persönlichen Kalender synchronisieren lässt, eine Fotokamera (relevant etwa bei Unfällen), den Zugang zu einem Formularmodul und deren automatisierte Weiterleitung an Zuständige, Kurspläne, den Abruf von Fahrplänen und Zugang zum RVK-Intranet sowie zum Internet.

Neue Betriebsvereinbarung

Wichtig sei auch das E-Learning, das schon vor längerer Zeit eingeführt wurde, aber bislang nur freiwillig über private Endgeräte der Fahrpersonale erfolgen konnte. Eine ganze Reihe von weiteren Applikationen sollen im Laufe des kommenden Jahres ergänzt werden, so zum Beispiel ein Messengerdienst.

Den Background für die Tabletfunktionen bietet der Schweizer Software-Hersteller InnoTix mit der „öVPad“-App. Mit der Einführung von Heinzi wurde auch eine Betriebsvereinbarung an das Fahrpersonal herausgegeben, so die RVK. Die Tablets dürfen während der Fahrt nicht bedient werden. Sie werden während der Fahrt über eine gesicherte Halterung mit Ladefunktion mitgeführt. Die Geräte können auch privat genutzt werden.

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