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Fahrermangel: Ausfallende Züge und Busse sind die Realität

Laut Henning Rehbaum fehlen in Deutschland mehr als 60.000 Lkw- und Busfahrer
© Foto: MAN Truck & Bus

Der Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum hat auf den Personalmangel im Verkehrsbereich hingewiesen, seine Lösungsvorschläge sind allerdings nicht neu.


Datum:
27.07.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit: 
4 min
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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum hat im Verkehrsausschuss auf den aktuellen Fahrermangel in Deutschland hingewiesen. „Aktuell fehlen uns in Deutschland und mehr als 60.000 Lkw- und Busfahrer und 2000 Lokführer, rund 35 Prozent gehen in den nächsten Jahren in Rente. Junge Menschen zögern, den Beruf zu ergreifen. Und Interessierte aus Drittstaaten sehen sich immensen bürokratischen Hürden ausgesetzt“, sagte Rehbaum, im Verkehrsausschuss, wo er Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion ist.

Man stehe bei der Fahreranwerbung im harten Wettbewerb mit anderen Staaten, betonte Rehbaum, der selbst zwölf Jahre in der Geschäftsführung von Bus- und Bahnunternehmen in Nordrhein-Westfalen tätig war. Bereits 2012 hätten die Unternehmen „händeringend nach Personal gesucht“ sagte Rehbaum, der im Bundestag den „Runden Tisch Fahrermangel“ ins Leben gerufen hat. In dem Gremium sitzen Branchenvertreterinnen und -vertreter aus Spedition, Bus und Bahn. Im Verkehrsausschuss gab es bereits im Frühjahr eine öffentliche Anhörung zum Fahrpersonalmangel. „Ausfallende Züge und Busse sind schon heute Realität. Die Verkehrswende droht an fehlendem Fahrpersonal zu scheitern“, sagte Rehbaum, der drei Vorschläge machte, die allerdings nicht neu sind.

Rehbaum sieht drei Stellschrauben

„Erstens: Wir brauchen Änderungen bei der Berufskraftfahrerqualifikation. Vorbild könnte hier unser Nachbar Österreich sein. Während der Busführerschein in Deutschland sechs Monate dauert, kann man ihn in Österreich in sechs bis zehn Wochen machen“ führte Rehbaum aus. Zweitens müssten die Bedingungen für Fernfahrer verbessert werden. Saubere, sichere Autobahnparkplätze mit ordentlichen Sanitäranlagen und Lärmdämmung für die Ruhepausen würden den Job auch für Frauen attraktiver machen. Drittens müsse man den Führerscheinerwerb für Einwanderer und die Anerkennung von Lkw- und Bus-Führerscheinen aus Drittstaaten erleichtern.

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