Führerscheinreform: bdo fordert nächste Schritte

06.11.2026 11:23 Uhr | Lesezeit: 3 min
Busfahrer (Nahaufnahme) am Steuer eines Busses
Entscheidend sei nun, dass weitere Erleichterungen für den Fahrerberuf folgen, so der bdo, dabei müsse das Prinzip „2 in 1“ im Mittelpunkt stehen
©Foto: skynesher/iStock/Getty Images

Der bdo begrüßt die Reformen beim Führerschein ausdrücklich, dieser Prozess dürfe aber nicht beim Pkw Halt machen. So müssten Busführerschein und Berufskraftfahrerqualifikation enger verzahnt werden, fordert der Verband.

Man begrüße die Beschlüsse des Deutschen Bundestages zur Reform der Fahrschulausbildung, so der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo). Die Modernisierung sei ein wichtiger Schritt, um den Führerscheinerwerb zu vereinfachen und Kosten zu senken. Man unterstütze den eingeschlagenen Kurs der Bundesregierung ausdrücklich, so der Branchenverband. „Weniger Bürokratie, zeitgemäße Ausbildungsbedingungen und geringere Kosten“ seien auch für die Busbranche dringend notwendig. Erleichterungen beim Pkw-Führerschein kämen dabei auch angehenden Busfahrern zugute, für die die Klasse B eine Voraussetzung für den weiteren Führerscheinerwerb ist.

Erleichterungen für den Fahrerberuf müssen folgen

Entscheidend sei, dass weitere Erleichterungen für den Fahrerberuf folgen. Im Mittelpunkt steht dabei das Prinzip „2 in 1“: Busführerschein und Berufskraftfahrerqualifikation müssten stärker miteinander verzahnt werden, um Doppelungen abzubauen und den Zugang zum Beruf zu erleichtern.

„Wer den Führerscheinerwerb modernisiert und unnötige Bürokratie abbaut, erleichtert Menschen den Zugang zu Mobilität und eröffnet berufliche Perspektiven. Besonders wichtig ist, dass die Reform nicht beim Pkw endet. Dass nun auch die gewerblichen Fahrerlaubnisklassen berücksichtigt werden, ist ein starkes Signal für unsere Branche und greift zentrale Anliegen auf, für die wir uns als bdo seit Langem einsetzen“, sagte Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des bdo.

Der nächste Reformschritt müsse „2 in 1“ sein

Die ergänzende Entschließung sieht vor, die Anrechnung bereits nachgewiesener theoretischer Inhalte beim Aufstieg auf Bus- und Lkw-Klassen sowie zwischen diesen Klassen zu prüfen. Auch zusätzliche Prüfungskapazitäten durch eine mögliche Öffnung für weitere geeignete Prüforganisationen sollen untersucht werden. Der bdo begrüßt diese Ansätze und fordert, die Prüfaufträge zügig in spürbare Verbesserungen zu überführen.

 „‚2 in 1‘ muss der nächste große Reformschritt für den Fahrerberuf werden. Unsere Unternehmen brauchen dringend Fahrpersonal. Wer diesen Beruf ergreifen möchte, verdient einen effizienten und bezahlbaren Ausbildungsweg. Die positiven Zusagen aus dem Bundesverkehrsministerium begrüßen wir sehr. Jetzt kommt es darauf an, daraus konkrete Regelungen zu machen. Die hohen Anforderungen an Sicherheit und Qualifikation bleiben dabei selbstverständlich der Maßstab“, sagte Leonard.

Appell an die Bundesländer

Nach dem Bundestag wird der Bundesrat am Zug sein. Der bdo appelliert an die Länder, den Reformkurs zu unterstützen und das Verfahren ohne Verzögerungen voranzubringen. Zugleich fordert der Verband einen verbindlichen Fahrplan für die weiteren Erleichterungen beim Busführerschein und die Umsetzung von „2 in 1“. Die Reform bietet die Chance, den Fahrerberuf nachhaltig zu stärken.

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