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LBO: Dieselpreis und Fahrermangel machen Busunternehmen Sorgen

Peter Bruckner (Bezirksvorsitzender Oberpfalz), Carolin Lambürger-Treml (Bezirksvorsitzende Niederbayern), CSU-Generalsekretär Martin Huber, LBO-Präsidentin Sandra Schnarrenberger und LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl (v.l.n.r.)
© Foto: LBO

Gerade im ländlichen Raum ist der Bus für den ÖPNV unverzichtbar, derzeit aber machen hohe Dieselpreise und der Fahrermangel es den Busunternehmen immer schwerer, ihre Aufgaben zu erfüllen.


Datum:
29.06.2022
Autor:
Thomas Burgert
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Bei einem Treffen der Busunternehmen aus Niederbayern und der Oberpfalz mit CSU-Generalsekretär Martin Huber, sprachen die Unternehmer sowie Vertreter des Landesverbands Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) die verkehrs- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen für die 267 mittelständischen Betriebe der Region an. Gerade in Ostbayern, wo über 80 Prozent des gesamten Nahverkehrs von mittelständischen Familienbetrieben bedient würden und über 120 Millionen Menschen jährlich den Bus als umweltfreundliches Verkehrsmittel nutzten, sind die derzeitigen Herausforderungen für die Branche besonders spürbar.

Im Gespräch hob der CSU-Generalsekretär die Bedeutung des ÖPNV für die Mobilität und Teilhabe der Menschen, gerade im ländlichen Raum, hervor und dankte den Unternehmerinnen und Unternehmern für ihre Arbeit – die aufgrund des Fahrermangels und stark gestiegener Spritpreise alles andere als einfach sei. „Um den wirtschaftlichen Fortbestand der Betriebe zu sichern und die ÖPNV-Tarife auch nach dem 9-Euro-Ticket sozialverträglich zu halten, fordert die CSU deshalb die Bundesregierung auf, die Verkehrsunternehmen wirksam zu entlasten. Dazu braucht es eine Verstetigung und Erhöhung der steuerlichen Entlastung für den ÖPNV von 5ct/l auf die derzeit europarechtlich möglichen 14ct/l Diesel“, sagte Huber.    

Überall fehlt es an Busfahrern

Die Zwiesler Busunternehmerin Carolin Lambürger-Treml wies darauf hin, dass die Bekämpfung des Fachkräftemangels ein ebenso wichtiges Thema für die Politik sein müsse. Es falle bayernweit vielen Betrieben zunehmend schwer ihre vertraglichen Verpflichtungen, den ÖPNV und Schülerverkehr vollumfänglich sicherzustellen, da Fahrpersonal an allen Ecken und Enden fehle. „Jeder einzelne von uns würde sofort Fahrerinnen und Fahrer einstellen, wenn es sie nur gäbe“, sagte die niederbayerische Bezirksvorsitzende. LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl ergänzte, dass hierfür die deutsche Ausbildungspraxis grundlegend reformiert werden müsse. „Es kann nicht sein, dass die gleiche theoretische und praktische Ausbildung in Österreich deutlich schneller und vor allem zu einem Bruchteil der Kosten als bei uns absolviert werden kann.“ Werden in Deutschland im Schnitt 10.000 Euro für den Busschein fällig, sind es in Österreich nur rund 3000 Euro – bei absolut gleichwertiger Ausbildung.

Erstes Treffen in der Region nach zwei Jahren

„Mobilität ist im Flächenland Bayern, insbesondere in Ostbayern, ein ganz entscheidender Faktor. Sie ist für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land unerlässlich“, sagte Huber und fügte abschließend hinzu: „Die privaten, familiengeführten Betriebe, die genau das in Bayern zuverlässig sicherstellen, können sich deshalb auf die Unterstützung der Staatsregierung und der CSU in Berlin verlassen.“

Das Unternehmensgespräch fand nach zwei Jahren Coronapause erstmals wieder im Landkreis Regen statt. Zuvor spielten auf Initiative der Zwieseler Busunternehmerin und LBO-Bezirksvorsitzenden Carolin Lambürger-Treml rund 20 Unternehmer das traditionelle Eisstockturnier, das dieses Jahr pandemiebedingt als Sommerstockturnier stattfand.

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