"Der demografische Wandel verlangt nach neuen Lösungen", betonte Schlotmann in einer Rede auf der Jahrestagung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen. "Die bundesweite demografische Entwicklung vollzieht sich in Mecklenburg-Vorpommern schneller und radikaler. Es geht darum, dennoch ein ausreichendes öffentliches Verkehrsangebot sicherzustellen, denn zur öffentlichen Daseinsvorsorge gehören Mobilitätsangebote, die auch in dünn besiedelten Gebieten eine echte soziale, wirtschaftliche und demokratische Teilhabe möglich machen", so Schlotmann. Die Einwohnerzahl des Landes wird sich von jetzt knapp 1,7 Millionen Menschen bis zum Jahr 2020 auf etwa 1,5 Millionen verringern, wobei der Anteil älterer Menschen weiter steigen wird. "Neue Konzepte sind gefragt. Deshalb fördert das Land bereits alternativer Bedienungsformen wie Anruf-Bus, Anruf-Sammeltaxi und Bürgerbus und nimmt damit bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Bis Jahresende wollen wir die entsprechende Richtlinie weiterentwickeln und die Fördermöglichkeiten verbessern. Außerdem wollen wir erreichen, dass die Busfahrpläne unterschiedlicher Verkehrsunternehmen besser aufeinander abgestimmt werden", kündigte Schlotmann an. Auch bei der Busförderung sollen neue Schwerpunkte gesetzt werden. Gefördert werden sollen je nach Verkehrsnachfrage auch kleinere Busse und Busanhänger zur Fahrradmitnahme.
Mecklenburg-Vorpommern: Neue ÖPNV-Lösungen
Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Volker Schlotmann will den öffentlichen Verkehr im Land auf die Zukunft ausrichten.