VDV fordert die Umsetzung der Mobilitätswende

© Foto: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV)

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) fordert trotz Corona-Pandemie die Umsetzung der Mobilitätswende.


Datum:
02.09.2020
Autor:
Theresa Siedler
Lesezeit: 
3 min

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„Wir müssen Umdenken und Umsteuern, um die Klimaschutzziele zu erreichen und die Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden zu verbessern. Bus und Bahn bilden hier das Rückgrat der Mobilität. Zu Fuß, mit dem Fahrrad und alle Möglichkeiten des zeitweisen Mietens von Fahrrad und Pkw ergänzen diese bedarfsgerecht“, erklärt Tim Dahlmann-Resing, Vorsitzender des Ausschusses für Planung beim VDV bei der Vorstellung des VDV-Positionspapiers mit dem Titel „Kurs halten: Bus und Bahn bleiben Motor der Mobilitätswende“. „Die Mobilitätswende muss für die Bürgerinnen und Bürger besser erlebbar werden, deshalb sollte viel stärker ein menschlicher Maßstab in das Zentrum der Planungen gestellt werden. Das schließt auch eine Stadtentwicklung ein, die weniger Verkehr erzeugt – und fordert auch ein Ende einer Verkehrspolitik, die auf den Autoverkehr fokussiert ist. Denn der nimmt urbanen Leben Platz weg.“

Das VDV-Positionspapier soll den konzeptionellen Weg weisen, wie die aufgrund der Corona-Pandemie zwischenzeitlich verminderte Zahl der Fahrgäste zurückgewonnen und die Mobilitätswende mit neuen Kunden vorangetrieben werden kann. Die Autoren aus Verkehrsunternehmen und Wissenschaft haben hierfür fünf zentrale Bereiche identifiziert, an denen innerhalb der nächsten zehn Jahre vertieft gearbeitet werden muss. Dazu gehören das ÖPNV-Angebot, die Infrastruktur, die Finanzierung, die Vernetzung und die Gestaltung.

Selbst in Hochphase der Corona-Pandemie auf Tour

Der öffentliche Nahverkehr eilte vor der Pandemie von Fahrgastrekord zu Fahrgastrekord, schreibt der VDV. Selbst in der Hochphase der Krise fuhr er als systemrelevanter Mobilitätsanbieter durchschnittlich 80 Prozent des Angebotes. Dahlmann-Resing: „Für den Klimaschutz, die Luftreinheit und eine bessere Gestaltung des öffentlichen Raums, der sich am Bewegungsspielraum der Menschen orientiert, brauchen wir harte, konkrete Ziele. Das kann ein fünf- oder zehnprozentiger Zuwachs des ÖPNV in einem bestimmten Zeitraum sein oder eine Stadt der kurzen Wege, in der alles, was man braucht, innerhalb von 15 Minuten fußläufig erreichbar ist.“ Einzelne Großstädte im In- und Ausland haben dabei Vorbildwirkung: „Wichtig ist die Messbarkeit von Zielen, beispielsweise ein stringenter Zehn-Minuten-Takt in städtischen Räumen oder jedes Jahr drei Prozent weniger Verkehrs- und Parkfläche für den Autoverkehr zugunsten des Umweltverbundes.“

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