-- Anzeige --

Verspäteter Nachtrunk

© Foto: Peter Atkins/Fotolia

Wer sich damit verteidigt, er habe – zum Beispiel nach einer Alkoholfahrt – zu Hause weiteren Alkohol getrunken, kommt damit nicht durch, wenn er sich zu lange Zeit lässt.


Datum:
07.01.2020
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Im konkreten Fall fuhr der Betroffene betrunken Auto. Zwei Stunden nach der Fahrt wurden bei ihm 1,56 Promille gemessen. Ihm wurde die Fahrerlaubnis entzogen. Sechs Monate danach sagte er: Er habe direkt nach der Fahrt noch ordentlich Bier und Wein gebechert – deswegen die hohe Promillezahl. Die Sache ging vor Gericht, unter anderem wollte der Betroffene für die Zeit der Sicherstellung seines Führerscheins entschädigt werden.

Dadurch, dass er seinen Nachtrunk so lange verschwiegen habe, habe er sich erst recht verdächtig gemacht, argwöhnte das Landgericht Saarbrücken. Hätte er gleich nach seiner Alkoholfahrt auf den Nachtrunk hingewiesen, wäre das Ergebnis der Blutprobe „in einem anderen Licht“ erschienen. Aber weil er so lange gewartet habe, trage er Mitschuld an der Entziehung der Fahrerlaubnis. Eine Entschädigung komme nicht in Betracht.

Land­gericht Saar­brücken

Aktenzeichen 8 Qs 38/18

(tc)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


www.omnibusrevue.de ist das Online-Portal der monatlich erscheinenden Zeitschrift OMNIBUSREVUE aus dem Verlag Heinrich Vogel, die sich an Verkehrsunternehmen bzw. Busunternehmer und Reiseveranstalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet. Sie berichtet über Trends, verkehrspolitische und rechtliche Themen sowie Neuigkeiten aus den Bereichen Management, Technik, Touristik und Handel.