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VVS: ÖPNV-Rettungsschirm sichert das Verkehrsangebot

Im Sommer und Herbst 2021 fuhren wieder mehr Menschen mit Bussen des VVS
© Foto: VVS

Im Jahr 2021 musste der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart erneut starke Einnahmeausfälle verkraften, ohne Rettungsschirm hätte das Verkehrsangebot nicht aufrechterhalten werden können.


Datum:
22.02.2022
Autor:
Thomas Burgert
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Im Jahr 2021 wurden im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) knapp 261 Millionen Fahrten mit Bahnen und Bussen zurückgelegt. Das sind 20,8 Millionen mehr als im ersten Jahr der Pandemie 2020 (+8,7 Prozent), aber immer noch 134 Millionen weniger als im bisherigen Rekordjahr 2019 (-33,9 Prozent). Vor allem der lange Lockdown zu Beginn des Jahres habe für starke Nachfragerückgänge gesorgt, erklärte der VVS bei der Präsentation seiner Jahresbilanz. Im Sommer und Herbst fuhren dann wieder mehr Menschen mit Bus und Bahn, bevor im Winter die Omikronwelle wieder für rückläufige Fahrgastzahlen sorgte. „Im Sommer und Herbst hatten wir bereits wieder 70 bis 75 Prozent des ursprünglichen Aufkommens vor Corona in den Bussen und Bahnen gezählt“, berichtet VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger.

Für das Jahr 2021 rechnet der VVS mit Corona-bedingten Einnahmeausfällen von rund 140 Millionen Euro. „Diese Einnahmeausfälle sollen wie bereits im Vorjahr zu 100 Prozent von Bund und Land ausgeglichen werden“, sagte Hachenberger, der betonte: „Ohne Rettungsschirm hätte das Verkehrsangebot nicht aufrechterhalten werden können.“

Ein verbundüberschreitendes Check-in-Check-out-System ist geplant

Vor Corona stieg die Zahl der Abonnenten und im März 2020 waren rund 230.000 Stammkunden im Besitz eines VVS-Abo (ohne Schüler). Mit Beginn der Pandemie gingen die Zahlen dann aber kontinuierlich zurück – bis August 2021. Seither steigen sie wieder. „Wir hoffen, dass wir die Talsohle erreicht haben“, sagte Horst Stammler, Geschäftsführer beim VVS. Zum Jahresende konnten rund 194.000 Abonnenten gezählt werden, das sind etwa 15 Prozent weniger als zu Hochzeiten. „Man kann es auch so sehen: 85 Prozent der Stammkunden sind uns treu geblieben“, so Stammler.

Der VVS hat ein Pilotprojekt für ein verbundüberschreitendes Check-in-Check-out-System (CiCo) abgeschlossen und mit den anderen Verkehrsverbünden im Land die Konditionen für ein Lizenzierungsverfahren ausgearbeitet. Bis Ende des Jahres soll es Fahrgästen möglich sein, mit einer einzigen App alle Verkehrsverbünde und den verbundübergreifenden Schienennahverkehr in Baden-Württemberg nutzen. Kenntnisse über Tarifangebote, Zonen und Verbundgrenzen brauchen sie dazu nicht, es genügt ein Wisch auf dem Smartphone.

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