Richtungspfeil missachtet: Mithaftung

© Foto: Ralf Gosch/Fotolia

Wer links eigeordnet ist, aber geradeaus weiterfährt, muss damit rechnen, bei einem Unfall zu haften – auch wenn der Unfall hauptursächlich von einem nachlässigen Fahrstreifenwechsel verursacht worden ist.


Datum:
06.04.2020
Autor:
Thomas Cyganek
Lesezeit: 
2 min

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Wenn es bei einem Fahrstreifenwechsel kracht, dann zahlt normalerweise der Fahrstreifenwechsler (Verstoß gegen Paragraf 7 Abs. 5 StVO). Etwas anderes gilt, wenn der andere Unfallbeteiligte fälschlicherweise auf seinem Fahrstreifen unterwegs war, er also zum Beispiel auf der Linksabbiegerspur geradeaus fährt. Dann kommt eine Mithaftung in Höhe von einem Drittel in Betracht (Verstoß gegen Paragraf 41 StVO). Zwei Drittel verbleiben beim unaufmerksamen Fahrstreifenwechsler. 

Landgericht Saarbrücken

Aktenzeichen 13 S 122/18

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