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Alternative Antriebe: Busunternehmen in Bayern setzen auf Wasserstoff

Die Busunternehmen Ettenhuber und Geldhauser haben gemeinsam zehn Brennstoffzellenbusse bestellt (Symbolbild)
© Foto: Solaris Bus & Coach

In drei Landkreisen um München sollen auf MVV-Linien künftig Busse mit Brennstoffzellenantrieb zum Einsatz kommen, die entsprechenden Förderbescheide wurden nun übergeben.


Datum:
07.10.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
6 min
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In Bayern wollen die Landkreise München, Ebersberg und Landshut bis 2025 einen grünen Wasserstoffkreislauf in der Region aufbauen. Unter anderem will Brennstoffzellenbusse im ÖPNV einsetzen. Das Vorhaben ist Teil des seit 2019 bestehenden Projekts HyBayern. Teil des Projekts sind ein 5 MW Elektrolyseur zur Herstellung des Wasserstoffs, zwei Wasserstofftankstellen sowie mehrere Trailer zum Transport des Wasserstoffs. Alle drei Elemente befinden sich momentan in der Bauplanung. Abnehmer des grünen Wasserstoffs sollen Verkehrsunternehmen sein, die im Linieneinsatz für den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) fahren.

Das Vorhaben wird auch vom Bundesverkehrsministerium (BMDV) unterstützt. Am 4. Oktober 2022 fand die Übergabe der Fördergeldbescheide durch das BMDV für elf neue Busse und eine Wasserstofftankstelle statt. Als Aufgabenträger im ÖPNV haben die Landkreise München und Ebersberg bereits 2020/2021 beschlossen, die Verkehrsunternehmen beim Betrieb von Brennstoffzellenbussen finanziell zu unterstützen. Das Gesamtprojekt HyBayern wird mit bis zu 20 Millionen Euro vom BMDV gefördert. Davon sind rund 3,5 Millionen Euro für die Beschaffung der genannten elf Busse durch die Verkehrsunternehmen Ettenhuber, Geldhauser und Reisberger sowie den Aufbau der Betriebshoftankstelle des Verkehrsunternehmen Ettenhuber im Markt Glonn (Landkreis Ebersberg) vorgesehen.

Bestellung von elf Brennstoffzellenbussen

Die drei Verkehrsunternehmen sind als erste große Abnehmer des grünen Wasserstoffs geplant. Die Verkehrsunternehmen Ettenhuber und Geldhauser haben gemeinsam zehn Brennstoffzellenbusse bestellt, die Mitte 2023 geliefert werden sollen. Das Verkehrsunternehmen Reisberger hat zusätzlich einen Brennstoffzellenbus in Planung. Die Busse sollen in den Landkreisen München und Ebersberg zum Einsatz kommen.

Für den Betrieb der Busse fallen im Vergleich zum herkömmlichen Dieselbus erhebliche Mehrkosten für die Landkreise an, denn die so ersetzten Dieselbusse werden zunächst noch als Ersatzfahrzeuge aufrechterhalten. Die Mehrkosten dafür tragen die beiden Landkreise. Aufgrund der aktuell stark steigenden Strompreise und dem damit schwer kalkulierbaren Preis für den grünen Wasserstoff der Hy2B seien die genauen Kosten für den Betrieb der Brennstoffzellenbusse derzeit nicht gänzlich abzuschätzen, so das Landratsamt München. Die Busse sind bereits bestellt und sollen im Sommer 2023 geliefert werden. Die Busunternehmen bereiten ihre Betriebshöfe bereits auf die neue Technologie vor. Dafür fallen Umbauten an den Werkstätten an sowie die Anschaffung von Spezialwerkzeugen und die Schulung von Mitarbeitern.

Förderung durch das Bundesverkehrsministerium

Das BMDV fördert 40 bis 60 Prozent der Anschaffungsmehrkosten im Vergleich zum Dieselbus. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Größe des Unternehmens. „Die Förderung von elf Brennstoffzellenbussen und einer Wasserstofftankstelle sind ein wichtiger Schritt, um die Transformation des ÖPNV hin zu klimafreundlichen Technologien voranzubringen. Mit ihrem Engagement leisten die regionalen Unternehmen einen wichtigen Beitrag, die ambitionierten Klimaschutzziele im Verkehr zu erreichen“, sagte Daniela Kluckert (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin beim BMDV, anlässlich der Übergabe der Förderbescheide.

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