Seine Premiere feierte der S8 im Jahr 1951 am Rande der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main. Schnell stand der Integralbus, der Fahrgestell und Aufbau vereinte, im Fokus der Fachwelt. Dieses Bauprinzip des Ulmer Fahrzeugherstellers Kässbohrer, das stromlinienförmige Außendesign, die großen Kofferräume und der Einbau eines Heckmotors mit direktem Antrieb auf die Hinterachse setzte fortan neue Maßstäbe im europäischen Omnibusbau.
Baureihe 100 umfasst acht Varianten
Dem Setra S 8 folgte die Setra-Baureihe 10, der insgesamt acht Varianten angehörten. Die neuen Modelle wurden jetzt nach dem Baukastenprinzip aus zahlreichen Gleichteilen gefertigt, damit bedeutete der Übergang zur Baureihe 100 einen wichtigen Schritt zur Industrialisierung des Omnibusbaus bei Kässbohrer. Optisch zeichneten sich die Omnibusse der Baureihe 100 durch ihre kantigeren Formen sowie durch einen vergrößerten Fahrgastraum mit erweiterter Innenstehhöhe aus.
Mit der Baureihe 300 kommt die markante Schwinge
Zum 25. Geburtstag von Setra wurde die Baureihe 200 mit sechs Modellen vorgestellt. Unter anderem zeichnete sie sich durch den serienmäßigen Einbau von Scheibenbremsen an der Vorderachse aus und mit dieser Baureihe ging die neuartige Querstrombelüftung in Serie. Das Jahr 1991 war dann das Startjahr für die Baureihe 300. Zu den auffälligsten Merkmalen der neuen Busse gehörten die markante Schwinge hinter dem Cockpitbereich sowie das völlig neuentwickelte Integralspiegelsystem. Mit der TopClass 400 im Jahr 2001 läutete Setra eine neue Dimension im Reisebusbau ein. Insgesamt umfasste die Baureihe 400 mehr als 20 Typen, darunter auch zwei Versionen für die USA.
Die neuste Setra-Baureihe 500
Mit der Baureihe 500 kommt dann die variantenreihe Busse der ComfortClass sowie die exklusiven HDH-Modelle der TopClass. Kurz nach der Premiere der nächsten Generation der Reisebusse Setra ComfortClass 500 und TopClass 500 kommt mit den neu entwickelten Low Entry-Überlandbussen der Baureihe MultiClass 500 LE ein Fahrzeug, dass Niederflur- sowie Reisekomfort verbindet. Bis kurz vor die Hinterachse konsequent niederflurig ausgelegt, sind die Busse der MultiClass 500 LE auf einen schnellen Ein- und Ausstieg im Vorderwagen ausgelegt.
Reisebusse mit alternativen Antrieben
Der Blick bei Setra geht nach vorne. Der Technologieträger „H2 Coach“ der Marke soll den Weg zur Zukunft von lokal emissionsfreien längeren Busreisen ebnen – zusätzlich zu batterieelektrischen Reisebussen. Die Technologie des H2 Coach basiert zu weiten Teilen auf den Antriebskomponenten des Brennstoffzellen Lkw Mercedes Benz GenH2 Truck aus dem Daimler Truck Mutterkonzern. Daimler Buses hat zudem angekündigt, in Kürze seinen ersten batterieelektrisch angetriebenen Reisebus als Technologieträger „eCoach“ auf Testfahrt zu schicken, der auf dem konventionell angetriebenen Setra Modell S 516 HD basiert.