Elektro-Reisebus: Abschließendes Konsortialtreffen beim Projekt „ELCH“

15.10.2026 12:11 Uhr
Elektro-Reisebus: Abschließendes Konsortialtreffen beim Projekt „ELCH“
Der im Rahmen des Projekts entwickelte Technologieträger ist laut Daimler Buses auf eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern ausgelegt
©Foto: Daimler Truck

Im Rahmen eines Förderprojekts arbeitet Daimler Buses gemeinsam mit Partnern an einem Elektro-Reisebus, in Neu-Ulm haben sich die Beteiligten nun getroffen.

Anfang Oktober kamen die Partner des Förderprojekts „Electrified Coach“, kurz „ELCH“, in Neu-Ulm zu einem abschließenden persönlichen Konsortialtreffen zusammen. Höhepunkt des Treffens sei eine gemeinsame Fahrt mit dem im Rahmen des Projekts entwickelten Technologieträger gewesen, so Daimler Buses. Dieser Technologieträger sei „auf eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern ausgelegt“.

Mit dem Förderprojekt arbeiten Daimler Buses und seine Projektpartner daran, die technologischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für den elektrischen Reisebus der Zukunft zu schaffen. Ziel ist die Entwicklung und Absicherung eines marktfähigen batterieelektrischen Reisebuskonzepts. Das Förderprojekt läuft noch bis Ende 2026.

Einsatz batterieelektrischer Reisebusse

Daimler Buses koordiniert das Förderprojekt gemeinsam mit einer Reihe von Forschungs- und Industriepartnern. Zum Konsortium gehören das Karlsruher Institut für Technologie (KIT, Institut ITIV), die Universität Mannheim (MISES), die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) mit den Instituten iMAD und SAM sowie Flix. Gemeinsam untersuchen die Projektpartner die technischen, wirtschaftlichen und betrieblichen Voraussetzungen für den Einsatz batterieelektrischer Reisebusse im Fernverkehr.

Neben Antrieb und Batterie stehen bei diesem Projekt laut Daimler Buses auch Themen wie Energieverbrauch, Aerodynamik, Leichtbau, Wirtschaftlichkeit und die praktische Einsetzbarkeit im Reiseverkehr im Fokus. Die Ergebnisse des Projekts sollen eine wichtige Grundlage für die weitere Elektrifizierung des Reisebussegments bei Daimler Buses bilden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Elektro-Reisebus_ELCH_Gruppe
Die Fahrt in Neu-Ulm diente laut Daimler Buses der Erprobung und Validierung der technischen Konzepte unter praxisnahen Bedingungen
©Foto: Daimler Truck

Wirtschaftlichkeit batterieelektrischer Reisebuskonzepte

Die gemeinsame Fahrt in Neu-Ulm diente laut Hersteller der Erprobung und Validierung der technischen Konzepte unter praxisnahen Bedingungen. Darüber hinaus nutzten die Projektpartner das Treffen, um den bisherigen Projektfortschritt zu diskutieren und die nächsten Schritte bis zum Abschluss des Projekts abzustimmen.

Das KIT bringt seine Kompetenz bei der Analyse und Verarbeitung von Fahrzeugdaten ein und arbeitet an der Optimierung der Betriebsstrategie des elektrischen Reisebusses. Die Forschenden der RPTU untersuchen Potenziale in den Bereichen Leichtbau und Aerodynamik, um Energieverbrauch und Reichweite weiter zu verbessern. MISES bewertet die Wirtschaftlichkeit batterieelektrischer Reisebuskonzepte für unterschiedliche Einsatzprofile und analysiert deren Wettbewerbsfähigkeit. Flix steuert reale Betriebs- und Einsatzdaten aus dem Fernbusverkehr bei und unterstützt die Entwicklung praxisgerechter Anwendungs- und Fahrzyklen.

Elektrifizierungsstrategie von Daimler Buses

Das Projekt leiste „einen wichtigen Beitrag zur Elektrifizierungsstrategie von Daimler Buses“, so der Hersteller. Das Unternehmen verfolgt nach eigener Aussage das Ziel, „bis Ende des Jahrzehnts batterieelektrische Reisebusse anzubieten“. Die Erkenntnisse aus dem Projekt bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung entsprechender Fahrzeugkonzepte und Technologien.

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