Das gab der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Jochen Welt am Zukunftsstandort Ewald in Herten bekannt. Die Wiege der Fahrzeuge liegt in der Emscher-Lippe-Region. Das Gladbecker Unternehmen Hydrogenics entwickelt und realisiert das Antriebssystem auf Brennstoffzellenbasis. Die 100 Prozent schadstofffreien Prototypen bieten bei einer Länge von 5,3 m und einer Breite von 2,1 m Platz für bis zu 22 Personen. Auch Rollstuhlfahrer können problemlos mitfahren. Auf kleinstem Raum wurde auf dem Dach der gesamte Brennstoffzellenantrieb untergebracht. Als Speicher für den Wasserstoff werden Druckgasbehälter dienen. Mit einer Tankfüllung von circa sechs kg Wasserstoff erreichen die Hybridfahrzeuge zurzeit eine Reichweite von etwa 200 km. Neben dem primären Brennstoffzellenantrieb verfügen die Midibusse über eine zusätzliche Batterieeinheit. Im Normalfall liefern die Brennstoffzellen die elektrische Energie für die Elektromotoren, die den Bus antreiben. Zur Abdeckung von Leistungsspitzen wird die Batterie zusätzlich aktiviert. Finanziert wird das Projekt durch den Kreis Recklinghausen und die am Hychain-Verbund beteiligten Städte Bottrop, Herten, Gladbeck und Marl. Dort werden die Fahrzeuge Anfang 2009 unterwegs sein, um die Antriebstechnologie auf Basis von Wasserstoff und Brennstoffzellen unter realen Bedingungen zu testen.
Vestische testet Brennstoffzellenhybrid
Die Vestische beschafft im Rahmen des europäischen Förderprogramms Hychain zwei Brennstoffzellenhybridbusse.