Nationale Tourismusstrategie : bdo sieht Anliegen der Busbranche berücksichtigt

29.01.2026 10:30 Uhr | Lesezeit: 3 min
Alpenbus_Bayern_Linienbus
Ein Schwerpunkt der Nationalen Tourismusstrategie liegt laut bdo auf der Stärkung der touristischen Mobilität, hier der Alpenbus in Bayern
© Foto: Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen

Auf ein positives Echo traf die neue Nationale Tourismusstrategie der Bundesregierung, so sieht der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen zentrale Anliegen des Busmittelstandes aufgegriffen.

Man begrüße die am Mittwoch, 28. Januar, vom Bundeskabinett beschlossene Nationale Tourismusstrategie ausdrücklich, erklärte der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo). Mit der Verabschiedung schaffe die Bundesregierung „erstmals seit Jahrzehnten wieder einen klaren tourismuspolitischen Rahmen zur nachhaltigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche“. Die Nationale Tourismusstrategie setze auf „verbesserte Rahmenbedingungen für touristische Betriebe, gezielte Investitionen in die touristische und verkehrliche Infrastruktur sowie auf eine nachhaltige und barrierefreie Ausrichtung des Tourismus“, so der bdo. Damit greift die Bundesregierung zentrale Forderungen der Branche auf.

Ideen der Busbranche aufgegriffen

„Die Nationale Tourismusstrategie ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, erklärte bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard. „Es ist sehr positiv, dass die Bundesregierung zentrale Ideen aus der Branche – auch aus dem bdo – aufgegriffen und umgesetzt hat. Für den Busmittelstand ist das von großer Bedeutung, da er einen wesentlichen Beitrag zu nachhaltiger, bezahlbarer und klimafreundlicher Mobilität im Tourismus leistet.“ So liegt ein zentraler Schwerpunkt der Strategie liegt auf der Stärkung der touristischen Mobilität. Mobilität wird ausdrücklich als Lebensader des Tourismus verstanden.

Bundesförderung klimafreundlicher Busse

Für die Busbranche sei insbesondere relevant, dass „der öffentliche Personennahverkehr gestärkt, die Finanzierung gemeinsam mit den Ländern auf eine verlässliche Grundlage gestellt und bestehende Förderinstrumente wie die Bundesförderung klimafreundlicher Busse fortgeführt werden sollen“, so die Einschätzung des bdo. Auch eine bessere Vernetzung der Verkehrsträger sowie die Erreichbarkeit touristischer Destinationen mit dem ÖPNV spielen in der Nationalen Tourismusstrategie eine wichtige Rolle.

Ein neues Gremium soll eingerichtet werden

Positiv bewertet der bdo zudem die geplante Einrichtung eines „Tourismuspolitischen Forums“ beim Koordinator der Bundesregierung. Das neue Gremium soll die Branche stärker vernetzen und die Umsetzung der Strategie begleiten. Aus Sicht des bdo bietet es die Chance, die Tourismuspolitik praxisnäher zu gestalten und Verbände frühzeitig einzubinden. Die Nationale Tourismusstrategie wurde federführend unter Koordination des Beauftragten der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, Christoph Ploß, erarbeitet.

Strategie müssen konkrete Maßnahmen folgen

Entscheidend werde nun sein, dass die ambitionierten Ziele der Strategie zügig in konkrete Maßnahmen überführt und mit einem verbindlichen Zeit- und Finanzrahmen hinterlegt werden, betont der bdo. Nur so könne verhindert werden, dass die Nationale Tourismusstrategie hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. Man werde den weiteren Umsetzungsprozess konstruktiv begleiten und sich weiterhin dafür einsetzen, dass „der Bustourismus als zentraler Baustein eines nachhaltigen, bezahlbaren und klimafreundlichen Tourismus in Deutschland angemessen berücksichtigt wird“, erklärte der bdo abschließend.

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