Reisen wieder schrittweise ermöglichen

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„Der Sommerurlaub darf nicht abgeschrieben werden“ – das fordert der Deutsche Reiseverband trotz der anhaltenden Corona-Pandemie.


Datum:
22.04.2020
Autor:
Theresa Siedler
Lesezeit: 
3 min

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„Wir brauchen ein positives Zeichen, dass Reisen wieder möglich sein werden – natürlich unter Beachtung entsprechender Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen“, erklärt Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV). Aussagen verschiedener politischer Vertreter, die den Sommerurlaub schon gänzlich abschreiben oder ausschließlich innerhalb Deutschlands für möglich halten, seien nicht zielführend, so der DRV. „Wir brauchen niemanden, der den Sommerurlaub ins Aus katapultiert. Diese Aussagen sind zum aktuellen Zeitpunkt in keiner Weise zielführend. Was wir allerdings brauchen, ist eine differenzierte Debatte und keinen pauschalen Abgesang auf den Sommerurlaub“, ergänzt der DRV-Präsident. „Um ein Minimum an Planungssicherheit für die Unternehmen der Reisewirtschaft – Reisebüros wie auch Reiseveranstalter und alle anderen – zu bekommen, benötigen wir möglichst differenzierte Reisehinweise. Wenn auch in Zukunft allgemein vor Auslandsreisen gewarnt wird, wird das der Realität nicht gerecht, daher tun so bald wie möglich differenzierte Risikobewertungen not!“

Branche könnte helfen

Der DRV ist nach eigenen Aussagen davon überzeugt, dass trotz der Corona-Krise „safer und smarter Reisen“ möglich sei. Die Branche könnte sich an der Planung von Hygiene- und Sicherheitskonzepten beteiligen. So könnten, wenn die Infektionszahlen weiter sinken, zunächst Reisen in bestimmte Regionen Deutschlands möglich werden. Danach sollten schrittweise Reisen in die europäischen Länder folgen, die die die Corona-Pandemie gut gemeistert haben – unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen. „Sobald es Lockerungen beim Reisen geben wird, sind wir am Start. Die Reisewirtschaft wartet nur darauf, so schnell es geht, wieder hochzufahren“, sagt Fiebig. „Wann das genau sein wird, hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes und der weiteren Entwicklung der Pandemie.“

Von der Bundesregierung fordert der DRV-Präsident vorsichtige Äußerungen, wann eine Öffnung zu erwarten sei. „Die Reisewirtschaft will Teil der Öffnung sein – natürlich bei realistischer Betrachtung des Zeithorizonts“, erläutert Fiebig. „Differenzierte Reisehinweise werden hier hilfreich sein.“

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