Scandlines-Sprecher Frank Havemann bestätigte damit Medienberichte. Gleichzeitig kündigte er an, dass die Drehscheibenfunktion des Standorts Rostock erhalten bleibe und weiter ausgebaut werde. Zudem würden derzeit Angebote für zwei Schiffsneubauten eingeholt, die die beiden Fähren auf der Route Rostock-Gedser (Dänemark) ersetzen sollen. Einen Zeitpunkt für die Bestellung nannte Havemann nicht: „Wir haben keine Eile.“ Scandlines beschäftigt rund 2.400 Mitarbeiter. Zu Form und Umfang der personellen Änderungen wollte Havemann keine Angaben machen, er wolle den Gesprächen der Unternehmensführung mit den Arbeitnehmervertretern nicht vorgreifen. Die Entscheidungen sollten aber relativ schnell passieren, „wir wollen nicht ewig die Thematik vor uns hertreiben“, sagte Havemann. So könne die Konkurrenzfähigkeit sichergestellt werden. Havemann zeigte sich überzeugt, dass Scandlines gestärkt aus der Krise hervorgehen werde. 2008 hatte Scandlines nach mehreren Jahren kräftigen Wachstums ein deutliches Minus auf den acht Routen im Ostseeraum eingefahren. Die knapp 17,4 Millionen Passagiere entsprachen im Vergleich zu 2007 einem Rückgang von drei Prozent. Die Zahl der beförderten Autos ging um 3,4 Prozent auf rund 3,6 Millionen Autos zurück.
Scandlines: Personelle Maßnahmen angekündigt
Die Fährreederei Scandlines hat wegen der wirtschaftlichen Flaute „strukturelle Maßnahmen“ angekündigt und die Belegschaft in einem internen Papier auf schwierige Zeiten eingestellt.