Deloitte hat für die Studie „Hin und weg. Erfolgreiche Profilierung deutscher Städtedestinationen“ zwölf Tourismusmetropolen unter die Lupe genommen. Als Ergebnis hat das Unternehmen die Deloitte Destination Value Map entwickelt, die als Leitfaden für eine wertorientiert geführte Destination dienen soll. „Wir haben fünf Bewertungsschlüssel definiert: Marketing, Image, Bedürfnisveränderung der Gäste, Gastfreundlichkeit und Gästezufriedenheit“, erklärt Benjamin Ploppa, Senior Manager bei Deloitte. Jede der analysierten Destinationen – Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart – setze eigene Marketing-Schwerpunkt, so die Studie. So präsentiere sich Berlin als trendige, lebenslustige Stadt mit Flair. Bremen setze auf den reizvollen Gegensatz von Innovation und Historie. Dresden wiederum sehe sich vor allem als Kulturmetropole. Düsseldorf betone seine hohe Lebensqualität, Frankfurt seine ausgesprochene Urbanität. Hamburg verweise auf eine ausgewogene Mischung aus Kultur-, Freizeit- und Shoppingangebot. Hannover zeige sich als Messestadt mit Wohlfühlfaktor. Nach Ansicht der Kölner sei die Rheinmetropole mit dem weltberühmten Dom die Stadt mit Herz und Gefühl, während Leipzig seine kulturelle und wirtschaftliche Dynamik ins Zentrum rücke. München als beliebteste Touristenstadt gebe sich offen, international und multikulturell. Nürnberg verbinde Lebensqualität mit einer besonderen Kultur-Infrastruktur. Stuttgart gelte schließlich als besonders familienfreundlich – und sei zudem die deutsche Automobilhauptstadt. „Die Städte verstehen durchaus, sich in Szene zu setzen und daraus Kapital zu schlagen: Hamburg ist weltweit viertgrößter Musicalstandort, Kölns Schildergasse ist die meistbesuchte Einkaufsmeile Europas. Hannover erlebte 2008 mit knapp 14 Prozent plus geradezu eine Besucherexplosion. Nun kommt es darauf an, die Erfolgsrezepte weiter zu verfeinern, um die Auswirkungen der Krise auf den Städtetourismus zu minimieren. Dabei können Analyse-Instrumente wie die Deloitte Value Map eine wertvolle Hilfe sein“, so Ploppa.
Städtetourismus im Trend
Deloitte-Studie: Destinationen brauchen Profil