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UPDATE zum VPR VIP-Treff in Neuss: "Wir sind weit weg von normal"

Adriano Matera, Präsident des VPR Internationaler Verband der Paketer e.V., beim VPR VIP-Treff „Summer Edition“ im Crowne Plaza Düsseldorf-Neuss am 8. Juli
© Foto: OMNIBUSREVUE/Anja Kiewitt

MIT UPDATE: Beim VPR VIP-Treff „Summer Edition“ im Crowne Plaza Düsseldorf-Neuss bezog VPR-Präsident Adriano Matera Position zur aktuellen Marktlage. Mit 51 Personen aus 42 Unternehmen lag die Besucherzahl deutlich unter den Vorveranstaltungen. Deshalb wird die Reisemesse zukünftig wieder im Winter stattfinden, wenn Busreiseveranstalter mehr personelle Kapazitäten für den Besuch haben.


Datum:
12.07.2022
Autor:
Anja Kiewitt
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"Es geht langsam aufwärts, konsumentenseitig gibt es eine gute Nachfrage und die Kunden sind auch bereit, mehr zu zahlen. Das Problem sind aber die Kapazitäten", sagte Adriano Matera, Präsident des VPR Internationaler Verband der Paketer e.V., beim VPR VIP-Treff „Summer Edition“ im Crowne Plaza Düsseldorf-Neuss am 8. Juli. Eine große Herausforderung sei der akute Personalmangel in Hotellerie und Gastronomie, den der VPR als Teil des Aktionsbündnisses Tourismusvielfalt (ATV) im Blick habe. Ausländischen Fachkräften etwa würden zuviele bürokratische Hürden auferlegt, mahnte Matera. Unter anderem sei das entsprechende Portal der Agentur für Arbeit nicht mehrsprachig, nannte er ein Beispiel. Zudem sei die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen stark gesunken, auch allgemein über alle Berusfbilder hinweg. Die Umbenennung des oder der "Reiseverkehrskaufmanns oder -frau" zum oder zur "Tourismuskaufmann oder -frau" habe den Negativtrend nicht aufhalten können.

Einzelzimmer-Nachfrage steigt

Entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette seien darüber hinaus derzeit Preissteigerungen von fünf bis acht Prozent zu verzeichnen. Gleichzeitig steige die Nachfrage nach Einzelzimmern. "Früher lag der Anteil bei 20 Prozent, heute sind es 40 bis 50 Prozent Einzelzimmer", so Matera. Weiterhin würden Buchungen auch kurzfristiger als vor Corona getätigt. Immerhin boomten trotz des Ukrainekrieges die Reiseregionen Skandinavien und Baltikum, und auch Tschechien zeige leichte Erholungstendenzen. Angesichts der vielen Unsicherheiten werde der Einkauf bei Dienstleistern derzeit attraktiver für Busunternehmen, auch wenn er einen höheren Abstimmungsaufwand, Agilität und Kreativität der Paketer erfordere als das in der Vergangenheit der Fall war. "Wir sind nach wie vor weit weg von normal und müssen täglich neue Kompromisse finden", erklärte Matera in Neuss.

Deutlich weniger Besucher als sonst

Auf der Reisemesse des VPR präsentierten sich übrigens 54 ausstellende Unternehmen. Mit 51 Personen aus 42 Unternehmen lag die Besucherzahl deutlich unter den Vorveranstaltungen. Zuvor waren es eher 130 bis 140 Besucher gewesen, stellte Matera fest. "Aber wir wollten im Jubiläumsjahr auf jeden Fall etwas machen und uns mal wieder in Präsenz zeigen", betonte er und spielte damit auf das 40-jährige Verbandsjubiläum an, das im Zuge des VIP-Treffs mit einem Rahmenprogramm gefeiert wurde. Unter anderem wurde bei einer Tombola ein Reisebus "VDL Futura FHD2 - 129/330" für 14 Tage verlost. Stolze Gewinnerin ist Claudia Krebs vom Eifeler Busunternehmen Linden Reisen. Die zweiten und dritten Gewinne – einen E-Scooter und ein Tablet – nehmen Tanja Beutel von Königs Reisen und Nicolas Prockl von ARS Incoming für Ihre Unternehmen mit nach Hause. Thema der Keynote und der anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern der Bus- und Gruppentouristik zum Auftakt der Veranstaltung war, wie sich die Zielgruppe 55+ als Kunden gewinnen lässt. Trotz der geringen Besucherzahl kam von den Teilnehmern laut Matera eine positive Resonanz. Der Termin für den nächsten VIP-Treff stehe trotz aller Planungsunsicherheit bereits fest: Vom 2. bis 4. Februar 2023 lädt der VPR nach Bremen. "Wir sind zuversichtlich, diese Veranstaltung im dritten Anlauf auch tatsächlich durchführen zu können“, sagte VPR-Geschäftsführer Florian Gärtner in Neuss.  

Geringe Personaldecke und Coronawelle

Im Rückblick auf die Veranstaltung zog Verbandschef Matera Bilanz: "Dass es nicht einfach wird, eine Veranstaltung im anlaufenden Geschäft mit geringer Personaldecke in den Kundenunternehmen zu bewerben, war uns durchaus bewusst und wir haben große Marketing-Anstrengungen unternommen, um diese Besucherzahlen zu erreichen. Dass wir mit unserer Summer Edition mitten in die Corona Sommerwelle rutschen, konnten wir so nicht vorhersehen. Wir freuen uns daher umso mehr, dass wir trotz einiger kurzfristiger, krankheitsbedingter Stornos eine gelungene Veranstaltung und Geburtstagsfeier auf die Beine stellen konnten.“

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