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Tage des Donners

© Foto: Sascha Böhnke

Coach Euro Test 2017: Das bedeutete Dauerregen, heftige Winde und der Geist legendärer Rennfahrer, denn mit dem Mantorp Park, einer beliebten schwedischen Rennstrecke, hatte sich die internationale „Bus and Coach of the Year“-Jury einen spannenden Austragungsort für den bewegten Sechskampf ausgesucht.


Datum:
04.10.2017
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Die Bushersteller schickten ihre Besten ins Rennen
Es ist schon fast Tradition, dass zum Coach Euro Test Kandidaten anreisen, die unterschiedlicher nicht sein können. Und so war alles vertreten, was die Vielfalt im täglichen Busgeschäft ausmacht. Der spanische Busbauer Irizar schickte seinen schicken und edlen i8, der französisch/italienisch/tschechische Hersteller Iveco war mit einem Mitteldecker, nämlich dem neuen Evadys, vertreten, MAN trat mit dem Shooting-Star Neoplan Tourliner an, Mercedes-Benz ließ es sich nicht nehmen, stolz mit dem Weltpremieren-Fahrzeug Tourismo zu glänzen, Scania fuhr mit dem Arbeitstier Interlink HD vor und VDL stahl mit dem Doppeldecker FDD2 allen die Show, zumindest in Sachen Beförderungskapazität. Vergleichbarkeit? Auf jeden Fall, denn jeder Teilnehmer musste sich in seinem jeweiligen Feld beweisen: Erst das komplette Programm, welches von der Konzeption, der technischen Umsetzung, der Innovationsfreudigkeit, der Wirtschaftlichkeit und letztlich auch von einem funktionierendem Aftersales-Service geprägt ist, macht aus einem guten oder sehr guten Bus auch einen Siegertypen. Auf den kommenden Seiten werden die Busse näher vorgestellt – Sie dürfen gespannt sein. (sab)

© Foto: Sascha Böhnke

Darf’s ein wenig mehr sein?

Der Irizar i8 will im Luxussegment neue Märkte erschließen. Dieser Bus will ein Schönling sein. Extravagantes Auftreten, breites, breites Grinsen an der Front und eine keck ins Gesicht gezogene Baskenmütze – das ist der Irizar i8, mit dem die Spanier in Europa antreten, um einer Setra TopClass den Platz um die Luxus-Krone streitig zu machen. Optisch kann das Fahrzeug durchaus mithalten und auch im Innenraum geht es mondän zu. Geschlossene Gepäckablagen, die zwar sehr klein, aber dadurch eben auch sicher sind, langstreckentaugliche, ergonomische Sitze und eine gedämpfte Farbsprache, illuminiert durch indirekte Beleuchtung, entführen die Fahrgäste in die Welt der Reise des Reisens wegen. Wer die Aufpreisliste studiert, wird feststellen, dass von Bildschirmen in den Rücklehnen über aufwendige Polsterungen bis hin zur 1+1-Bestuhlung alles zu bekommen ist, was gut und teuer ist. Auf ein Glasdach, wie es beispielsweise in Neu-Ulm zu bekommen ist, muss verzichtet werden. Bergsicht adé. Überhaupt sollten die Fahrgäste lieber das Ambiente innen genießen, die Sicht nach außen ist eher unterer Durchschnitt. Den Fahrer erwartet ein optisch opulenter Arbeitsplatz, der sich großzügig um das Lenkrad schwingt. Die Anzahl der Schalter hält sich in Grenzen, allerdings ist das Bedienpanel auf der linken Seite gewöhnungsbedürftig. Die Taster für die Türen müssen erst einmal im wahrsten Sinne des Wortes ertastet werden. Cockpit und Lenkrad sind keine Unbekannten, kein Wunder, der Antriebsstrang stammt von DAF und ZF, da bleiben Überraschungen aus. Die Sicht in die Spiegel geht in Ordnung, allerdings nicht, wenn es regnet. Dann werden nämlich große Teile beider Spiegel nicht durch die Wischer frei gehalten, Rangieren gestaltet sich dann eher schwierig, auch deshalb, da die Rückfahrkamera nur ein äußerst begrenztes Sichtfeld bietet. Auch vibrieren die mächtigen, sehr weit oben angebrachten Spiegelarme bei ungünstigen Fahrbahn- und Windbedingungen nicht unerheblich. Die Gepäckräume sind für einen HDH erwartungsgemäß groß bemessen und lassen sich, typisch Spanier, elektropneumatisch bedienen. Sicherheitstechnisch fährt der i8 auf aktuellem Niveau, das gesetzlich vorgeschriebene AEBS ist ebenso an Bord wie ein Spurverlassenswarner und ein Abstandsregeltempomat. In Zukunft soll es auch ein Head-up-Display geben – bis dahin wäre es aber schon schön, wenn das Display für die rückwärtigen Sensoren auch in Sichtweite des Fahrers und nicht hinter dem Lenkrad versteckt angebracht wäre.
© Foto: Sascha Böhnke

Nur scheinbar unscheinbar

Iveco schließt mit dem Evadys die Lücke zwischen Magelys und Crossway. Wer bei Iveco einen Bus suchte, der zwischen Crossway und Magelys HD angesiedelt war, der wurde, zumindest in den letzten Jahren, nicht fündig. Was fehlte, war ein klassischer Doppelverdiener, mit dem sich die Überlandlinie genauso bedienen lässt, wie er für einen Wochenendtrip oder die Vereinsfahrt geeignet ist. Das alles kann der neue Evadys, gefertigt von den Busprofis in Vysoké Mýto, Tschechien. Dabei herausgekommen ist ein grundsolides Fahrzeug, welches schon in seiner Struktur überzeugt. Das Gerippe ist KTL-lackiert, das sorgt für einen optimalen Rostschutz. Die Kofferraumklappen bestehen aus leichtem Aluminium. Der Evadys wurde auf einen möglichsten hohen Nutzwert ausgelegt. Wer sich das Gepäckraumvolumen von 7,7 Kubikmetern beim 12-Meter-Bus und von 9,3 Kubikmetern bei der 13 Meter-Version betrachtet, erkennt sofort, was gemeint ist. Die Stärke des Evadys ist im Grunde seine Einfachheit – der Bus verzichtet konsequent auf aufwendige Extras, dafür aber lässt er sich extrem vielfältig konfigurieren. Die Preisspanne hält sich dabei im Rahmen und bewegt sich von 175.000 Euro bis 220.000 Euro. Voll ausgestattet erhält der Unternehmer einen Bus mit Küche/WC, Komfortsitzen, Gepäckablagen, Servicesets, WLAN-Router, USB Steckdosen, Xenon-Scheinwerfer und unterschiedlichste Getriebevarianten. Im Testbus war eine Omnibus-Weltpremiere verbaut: Das neue ZF Traxon, die Weiterentwicklung der ZF AS-Tronic. Das Traxon soll unter anderem durch eine verbesserte Schaltstrategie und kürzere Schaltzeiten überzeugen. Das war tatsächlich auch im Test zu spüren, was nicht so gefiel, waren die drei Taster für das Getriebe, die eher umständlich zu bedienen sind. Doch so etwas lässt sich leicht ändern. Nach wie vor setzt ZF übrigens auf zwölf Gänge. Den Fahrgästen bietet der Evadys eher bescheidene Kost, die durchaus komfortablen Sitze sind auf Wunsch universell verstellbar, bieten aber darüber hinaus kaum nennenswerte Überraschungen. Die Seitenfenster sind eher schmal, was den Fahrgastraum etwas dunkel macht. Für einen Überlandbus jedoch geht das vollkommen in Ordnung. Ein wenig Abstimmungsarbeit erfordert noch der Antriebsstrang in Sachen Geräuschkulisse, hier sorgte ein „Singen“ in unteren Geschwindigkeitsbereichen für eine unangenehme Geräuschkulisse. Insgesamt jedoch bewegt sich der Evadys auf einem erfreulich hohen Niveau und wird den Erwartungen, die der Crossway zwangsläufig geweckt hat, absolut gerecht.
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Ich bremse auch vor Kindern

Mit dem Tourismo zielt Mercedes-Benz auf anspruchsvolle Traditionalisten. Nur nicht auffallen. So könnte man den Auftritt des neuen Mercedes-Benz Tourismo deuten, denn optisch wurde der Reisebus-Bestseller eher behutsam angefasst. Dadurch sieht auf der einen Seite der Vorgänger nicht alt aus, andererseits bleibt Mercedes seiner Linie treu und die steht für solides Understatement. Das hat es übrigens beim Tourismo in sich, denn der Bus strotzt nur so vor technischen Höhepunkten. Neu beim Tourismo ist die Möglichkeit, zwischen zwei verschiedenen Cockpit-Varianten wählen zu können. In der Basis-Version wird eher Wert auf schnörkellose Praktikabilität gelegt, wie sie beispielsweise im Kombiverkehr gewünscht ist, während es in der aufgewerteten Version ordentlich zur Sache geht. Eingebettet zwischen Instrumententräger mit großem Multimedia-Center und logisch angeordneten und in Bediengruppen zusammengefassten Schaltern befinden sich die Zeigerinstrumente und das unserer Meinung nach wie vor beste Zentraldisplay, wie es auch in einem Setra zu finden ist. Die Fahrersicht ist außerordentlich gut, die Spiegelarme befinden sich in optimaler Höhe, die beiden Rangierspiegel oben erlauben an der Front eine komplette Einsicht. Was auffiel, war das geringe Geräuschniveau im Bereich des Fahrerarbeitsplatzes, hier hat Mercedes-Benz in Sachen Aerodynamik gute Arbeit geleistet. Das ist aber auch kein Wunder, ein cW-Wert von 0,33 ergibt sich schließlich nicht von selbst. Auch in Sachen Sicherheit fährt der Tourismo, wenn er denn entsprechend aufgerüstet ist, dem Wettbewerb auf und davon. Endlich hat der Front Collision Guard, also der Aufprall-Schutz für Fahrer und Beifahrer, Einzug gehalten. Damit es unter Umständen erst gar nicht so weit kommt, überwachen zahlreiche Parameter des Aufmerksamkeitsassistenten das Fahrverhalten des Fahrers. Im Normalbetrieb sorgt der Abstandsregeltempomat für den nötigen Sicherheitsabstand, und wenn es doch mal hart auf hart kommt, bremst ABA 4 bis zum Stillstand. Genau, selbst ABA 4, das auch Fußgänger erkennt, bekommt der Tourismo, der Testbus hatte das System bereits verbaut. Die Motorenpalette ist recht breit und beginnt beim kleinen OM 936. Wer mehr Kraft benötigt, kann den OM 470 wählen. Der Antriebsstrang wurde konsequent auf Wirtschaftlichkeit getrimmt, das spürt man auf jedem Kilometer, denn der Bus versucht fast immer im Drehzahlkeller unterwegs zu sein. Das macht sich auch in der langen Beschleunigungszeit bemerkbar – aber so ist das eben: Reisen, nicht rasen!
© Foto: Sascha Böhnke

Bitte einsteigen und wohlfühlen

Der Neoplan Tourliner bietet das volle Programm – und das auch noch im Edel-Schick. Der Anspruch des gründlich runderneuerten Neoplan Tourliner ist hoch. Er will das Tor in das Premiumsegment sein. Große Worte für einen Bus, der es bis zu seiner Neuauflage in Deutschland nicht zu nennenswerten Stückzahlen brachte. Die unangefochtene Nummer eins im hauseigenen Stückzahlen Wettbewerb war der MAN Lion’s Coach. Wird nun alles anders? Möglicherweise, denn die Wandlung, die der Tourliner erlebte, war erstaunlich. Nicht wiederzuerkennen ist der Bus und das gilt vor allem im Innenraum, der so manchem Skeptiker beim ersten Betreten ein „Wow“ entlockt. Moderne, helle Farben, eine beim Testbus mutige, silbern glänzende Bepolsterung, großzügige, fast im Raum schwebende Gepäckablagen, ein im Bus Modification Center Plauen entwickelter edler Küchen-Aufsatz, ein WC mit „Exclusiv“ Faktor und edel hinterleuchtete Spangen mit Neoplan-Schriftzug lassen fast vergessen, dass der Tourliner in erster Linie immer noch ein Bus zum Geldverdienen ist. Kann die Business-Klasse auch schön? Sie kann, der Neoplan beweist es. Dazu kommen noch zahl-reiche Technik-Features, die Lust auf diesen Bus machen. Serienmäßig ist der Tourliner nun mit LED Hauptscheinwerfern ausgerüstet. Wenn nun noch die Heckleuchten von Glühlampen zu LEDs wechseln, ist der Bus lichttechnisch komplett im digitalen Zeitalter angelangt. Der Fahrerarbeitsplatz wurde in der OMNIBUSREVUE bereits ausführlich beschrieben, doch seit dem Sommer hat sich auch hier noch etwas getan: Endlich gibt es ein neues, farbiges Zentraldisplay mit neuen Anzeigen, die konsequent auf den Bus ausgerichtet sind. Wie man es aus modernen Pkw kennt, wird zudem die gefahrene Geschwindigkeit in Zahlen übersichtlich dargestellt. Ebenfalls ganz neu sind die PCV-Stoßdämpfer (Premium Comfort Valve). Die neue Ventiltechnologie und ihre Auslegung durch MAN erhöhen Komfort und Sicherheit. In der Praxis bedeutet das, dass beispielsweise ein Nachwippen beim Anhalten verhindert wird, der gesamte Aufbau deutlich stabiler auch in schneller durchfahrenen Kurven bleibt. PCV-Dämpfer kommen zwar in Sachen Dämpfungskomfort nicht an ihre großen Geschwister CDC heran, doch diese preiswerte Lösung ist der richtige Weg für den Tourliner. Insgesamt zeigt der Bus, dass sich Stil und Wirtschaftlichkeit nicht auszuschließen brauchen. Und noch etwas taucht auf einmal ganz unvermittelt auf: der manchmal mutige, meist aber geniale Neoplan-Spirit.
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Schwedische Freundschaften

Der Scania Interlink HD vereint gesuchte Tugenden unter markanter Schale. Der Interlink HD kommt in einem neuen Design, das sich deutlich vom Wettbewerb abhebt und dabei mit einem Schuss markanter Bestimmtheit vorfährt. Die Frontpartie des HD ist leicht angeschrägt, die schmalen Scheinwerferbänder mit Punktleuchten beinhalten H7-, Xenon- oder auf Wunsch Bi-LED Scheinwerfer, Tagfahrlicht sowie Nebelscheinwerfer. Ein Abbiegelicht gibt es nicht. Bei einem Reisebus kommt es auf eine möglichst große Praxistauglichkeit an. Und die spiegelt sich auch in so unscheinbaren Dingen wie dem Verbau-Ort von Einfüllstutzen für Diesel und AdBlue wider. Vorn rechts vor der Vorderachse wird AdBlue eingefüllt, direkt nach der Achse folgt der Diesel-Einfüllstutzen. Somit lassen sich beide Füllstoffe ohne Rangieren nachtanken. Etwas umständlicher ist da schon das Herankommen an das Reserverad. Das befindet sich nämlich vorn mittig vor der Vorderachse und wird über eine Halteschraube, die im Fahrzeuginneren bewegt werden muss, abgelassen. Das hat man auch schon einfacher gesehen. Dafür aber entschädigt die verblüffend geniale „Erfindung“ eines Einfüllstutzens für das Scheibenwischwasser auf der linken Fahrzeugseite. Das Wasser wird ähnlich wie Diesel befüllt. Die nach oben schwenkenden Aluminium-Klappen geben einen Gepäckraum frei, der ordentliche 11,79 Kubikmeter misst. Angetrieben wird der HD vom Scania DC13, in diesem Fall mit 450 PS und einem sehr starken Drehmoment von 2.350 Newtonmetern. Der Motor kommt auf 13 Liter Hubraumvolumen und überzeugte während der Fahrt durch eine hohe Dynamik und eine angenehme Laufruhe. Gelungen wirkt der Fahrerarbeitsplatz. Die Armaturen schmiegen sich um den Fahrer, alles wirkt sehr modern und ist gut erreichbar. Allerdings verwirrt zum Anfang ein wenig die teilweise etwas unübersichtliche Schalteranordnung. Sicherheitstechnisch ist der Scania Interlink HD gut ausgestattet. Ob Berganfahrhilfe, Spurhalteassistent, Notbremsassistent oder Adaptive Geschwindigkeitsregelung, die zusätzlich mit einer Eco-Funktion ausgestattet ist – alles ist serienmäßig an Bord. Geschaltet wird mit dem automatisierten Schaltgetriebe Scania Opticruise, das ist ein 12-Gang- Getriebe. Der Retarder packt ordentlich zu, ist aber bei niedrigen Geschwindigkeiten etwas ruppig. Insgesamt bietet der gefahrene Dreiachser in der gezeigten Ausstattung für 290.000 Euro jede Menge Gegenwert.
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Die Leichtigkeit der Größe

Hat VDL mit dem FDD2 den Doppeldecker neu erfunden? Fast scheint es so. Der FDD2 ist ein besonderer Bus. Nicht nur, dass er optisch mit fast unglaublicher Leichtigkeit vorfährt, auch technisch bietet das Fahrzeug einige interessante Lösungen. Und dazu zählt nicht zuletzt das Cockpit. Insgesamt ist der Arbeitsplatz für den Fahrer gelungen: Mehr Platz, mehr Raum und bessere Spiegelsicht bietet bisher kein anderer Doppelstockbus. Was der Fahrgastraum im Inneren an Eleganz ausstrahlt, das reicht bis in den Cockpit-Bereich hinein. Sowohl optisch als auch arbeitstechnisch hat VDL etwas geschaffen, was dem Fahrer absolut gerecht wird. Natürlich gibt es auch einige Kleinigkeiten zu bemängeln. Dazu zählt beispielsweise die teils unübersichtliche Beschriftung der eng und zahlreich nebeneinanderliegenden Schalter oder die umständliche Bedienung am Klimacenter, um bei Bedarf die Außentemperatur angezeigt zu bekommen. Grundsätzlich aber funktioniert der Bus und es handelt sich hierbei nicht um strukturelle, nie zu ändernde Punkte. Viel bemerkenswerter sind doch Dinge wie die nach oben angeschrägte Decke hin zur Frontscheibe, die immer eine super Sicht in beide Spiegel ermöglicht. Die sind dabei derart weit oben angebracht, dass sich Passanten oder der zerstreute Busfahrer nie daran den Kopf stoßen werden. Bei der Sicherheit braucht sich der FDD2 ebenfalls nicht zu verstecken, das erwähnte ESP ist an Bord und auch ein Abstandsregeltempomat mit AEBS, dem Notbremsassistenten. Beleuchtungstechnisch ist der Bus ein heller LED Bursche, der im Inneren auch gerne mit seinen Möglichkeiten, sprich wechselnden Farben spielt. Geradezu herausragend ist die Beleuchtung der beiden Treppen gelöst – üppige LED-Lichtleisten an jeder Stufe vermitteln das Gefühl, man gehe auf einem Lichtteppich – grandios! Leider verfügt der Bus nicht über Kurven- bzw. Abbiegelicht – das ist ein wenig schade. Dafür aber leuchten sowohl beim Abblend- als auch beim Fernlicht Xenonscheinwerfer die Fahrbahn angenehm hell aus. LED-Scheinwerfer sollen später ebenfalls erhältlich sein. Fahren lässt sich der FDD2 ausgezeichnet. Nie hat man am Steuer das Gefühl, in einem schwerfälligen Doppeldecker zu sitzen, im Gegenteil, die Fahrwerksabstimmung ist gut gelungen, selbst die ESP Abstimmung wurde im Vergleich zu den ersten Bussen weiter optimiert. Das ESP greift nun deutlich früher ein und signalisiert dem Fahrer dadurch eine zu forsche Fahrweise. Grundsätzlich ist der VDL FDD2 ein Bus, der mehr als bereit ist für seinen Einsatz auf der Fernstrecke.
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