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ADAC: Deutlich mehr Staus als im Vorjahr

Stau_Stadtbahn_Stuttgart
Das Deutschlandticket habe nicht zur Dämpfung der morgendlichen und nachmittäglichen Stauspitzen geführt, so der ADAC
© Foto: VVS

Die Hoffnung, dass mit dem Deutschlandticket verstärkt Pendler vom Pkw auf den ÖPNV umsteigen, scheint sich laut den Zahlen des ADAC bisher nicht erfüllt zu haben.


Datum:
06.02.2024
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
4 min
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Im vergangenen Jahr gab es auf den deutschen Autobahnen deutlich mehr Staus und stockenden Verkehr als im Jahr davor, wie die ADAC-Staubilanz für das Jahr 2023 zeigt. Laut den Zahlen des ADAC summierte sich die Dauer der Verkehrsstörungen auf insgesamt 427.000 Stunden. Im Vergleich zum Jahr 2022 (333.000 Stunden) waren es damit um knapp 30 Prozent mehr. Gleichwohl blieb das Staugeschehen 2023 ein ganzes Stück unter dem Niveau von 2019, als der ADAC rund 521.000 Staustunden erfasst hatte.

Im Lauf des Jahres nahmen die Staustunden kontinuierlich zu. Von Januar 2023 an mit rund 20.000 Staustunden kletterte die Stauzeit bis sie mit jeweils rund 43.500 Staustunden in den Monaten Juli, August und September ihren Höhepunkt erreichten. Ab Oktober 2023 ging die Zahl der Staustunden wieder zurück.

Beim Monatsvergleich mit dem Vorjahr zeigt sich, dass der ADAC über das gesamte Jahr hinweg deutlich mehr Staustunden als 2022 registriert hat. Gegenüber 2019 war das Stauniveau im vergangenen Jahr zwar geringer, allerdings überstiegen die Staustunden im August bereits die Werte des Vergleichsmonats 2019. Im September und November 2023 blieb das Stauniveau nur geringfügig unter dem des Jahres 2019.

Deutschlandticket erfüllt Hoffnungen nicht

Die Hoffnung, dass mit der Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023 Pendler verstärkt vom Auto auf den ÖPNV umsteigen und dies zu einer Dämpfung der morgendlichen und nachmittäglichen Stauspitzen führt, hat sich laut ADAC bislang nicht erfüllt. Über das gesamte Jahr 2023 war werktags sowohl die morgendliche als auch die nachmittägliche Stauspitze im Schnitt wieder ausgeprägter als 2022, was auf eine verstärkte Rückkehr an den Arbeitsplatz spreche.

Staureichste Wochentage waren laut ADAC im vergangenen Jahr der Mittwoch und der Donnerstag mit jeweils durchschnittlich rund 1500 Staustunden. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 war der Donnerstag mit knapp 1200 Staustunden der staureichste Wochentag, im Jahr 2019 der Mittwoch mit rund 1850 Staustunden. Wie in den Vorjahren war das Staugeschehen 2023 montags deutlich geringer als an den anderen regulären Arbeitstagen. Noch niedriger war das Stauniveau nur noch an den Wochenenden.

Staureichster Tag des Jahres 2023 war mit dem 29. September ein Freitag mit insgesamt rund 2400 Staustunden. Offensichtlich nutzten damals viele Autofahrer das bis zum Feiertag (3. Oktober) verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub.

NRW bleibt Spitzenreiter in Sachen Stau

Das Bundesland mit den meisten Staus war wie in den Vorjahren mit knapp 34 Prozent Nordrhein-Westfalen. Auf Bayern entfielen 15 Prozent und auf Baden-Württemberg zehn Prozent. Die fünf ostdeutschen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kamen zusammen auf rund zehn Prozent der Staustunden, dabei hatte Brandenburg einen Anteil von vier Prozent.

Für 2024 rechnet der ADAC mit steigendem Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen, was sich auch in den Stauzahlen niederschlagen dürfte. Eine nicht unerhebliche Rolle spielen dabei laut ADAC „auch die Baustellen, die jedoch notwendig sind, um das teils marode Autobahnnetz zu modernisieren“.

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