Der Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg, Winfried Hermann (Grüne), Dr. Gudrun Zühlke vom ADFC Baden-Württemberg sowie zwei erfahrene Omnibusunternehmer, Franz Schweizer und Volker Nesch, tauschten sich auf Einladung des Verbands Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e.V. über die Möglichkeiten, Chancen und Probleme der Kombination Fahrrad-Bus aus.
„Bustourismus ist eine preisgünstige und nachhaltige Form des Reisens. Die Kombination Fahrrad und Bus ermöglicht sehr schöne Landschaftstouren und neue Reisearten“, sagte Verkehrsminister Hermann. Der Forderung des ADFC nach mehr Fahrradmitnahmemöglichkeiten im Bus wurden technische und logistische Probleme entgegengehalten, teilte der WBO in einer Pressemitteilung mit. Zwar können bei Urlaubs-Radreisen Fahrräder in Anhängern transportiert werden, im ÖPNV allerdings können durch die nötige Fahrradentgegennahme und -ausgabe durch den Busfahrer die Fahrpläne und dadurch die Anschlüsse nicht mehr eingehalten werden, erläuterte Omnibusunternehmer Franz Schweizer aus dem Landkreis Freudenstadt.
Volker Nesch, Geschäftsführer des Bus-Radreisespezialisten Weiss&Nesch GmbH, gab sich zum Thema Urlaubs-Radreisen zuversichtlich: „Trotz Wirtschaftskrise hat im Tourismus der Trend zu Bus-Rad-Reisen angehalten. Die attraktiven Angebote auf unserem hohem qualitativen Standard werden ungebrochen nachgefragt.“
Dr. Gudrun Zühlke, Vorsitzende des ADFC Baden-Württemberg, formulierte es aus Sicht der Radfahrer so: „Wir freuen uns, mit Winfried Hermann einen Freund des Fahrrads als Verkehrsminister zu haben. Natürlich gibt es unserer Meinung nach noch viel zu tun, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Die Mitnahme von Fahrrädern in Bussen ist dort wichtig, wo große Steigungen zu bewältigen sind. Sie kann nicht flächendeckend erfolgen.“