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Covid-19: Studie zum Infektionsrisiko im ÖPNV gestartet

Ziel der Studie ist es, das Risiko einer Covid-19-Infektion durch die regelmäßige ÖPNV-Nutzung abzuschätzen
© Foto: Jan Woitas/dpa/picture-alliance

Mit einer epidemiologischen Studie untersuchen Länder und Verkehrsunternehmen das Covid-19-Infektionsrisiko im ÖPNV.


Datum:
18.02.2021
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Die Berliner Charité Research Organisation hat im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) mit ihrer unabhängigen wissenschaftlichen Studie begonnen. In den kommenden etwa fünf Wochen sollen mindestens 650 ausgewählte Pendler im RMV-Gebiet untersucht werden. Ziel der Studie, die von den Bundesländern und vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) initiiert wird, ist es, das Risiko einer Infektion mit Covid-19 durch die regelmäßige Nutzung von Bussen und Bahnen abzuschätzen. Die Ergebnisse sollen voraussichtlich im April vorliegen.

Die Länder haben im Rahmen der Verkehrsministerkonferenz gemeinsam entschieden, die Studie zu fördern. Die Federführung liegt dabei beim Land Baden-Württemberg. Finanziell beteiligen sich die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Rund 650 Teilnehmer in der ersten Phase

Die ersten 650 Probanden müssen täglich einen Fahrweg (einfache Fahrt) von mindestens 15 Minuten im ÖPNV absolvieren und mindestens 16 Jahre alt sein, so dass auch Schüler und Schülerinnen untersucht werden. Um die Infektionsrisiken vergleichen zu können, werden von den insgesamt mindestens 650 Teilnehmern je die Hälfte in den kommenden vier Wochen täglich werktags entweder im Individualverkehr (Auto/Fahrrad) oder mit dem ÖPNV zur Arbeit, zur Schule oder zur Ausbildungsstätte pendeln. Alle Studienteilnehmer werden über ihre tägliche Mobilität und weitere Rahmenbedingungen, wie etwa Krankheitssymptome, ein entsprechendes Tagebuch führen und verpflichten sich, sich im ÖPNV an die geltenden Regeln wie das Tragen einer medizinischen Maske zu halten.

„Die Verkehrsunternehmen haben in den zurückliegenden Monaten erhebliche Anstrengungen unternommen, um das Risiko der Ansteckung im ÖPNV zu reduzieren“, sagte die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, die Bremer Senatorin Maike Schaefer Grüne). Dennoch sei die Unsicherheit hinsichtlich des Infektionsrisikos bei der Nutzung von Bus und Bahn bei vielen Menschen groß. Mit der Studie wolle man nun „belastbare Erkenntnisse zum tatsächlichen Infektionsrisiko von Fahrgästen bei der regelmäßigen Nutzung von Bussen und Bahnen erlangen“.

RMV-Gebiet ist repräsentativ für die Nahverkehrsnutzung

Im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbunds leben rund fünf Millionen Menschen in Großstädten, Ballungsräumen und ländlicheren Gebieten. Werktäglich sind etwa 2,5 Millionen Fahrgäste mit Bussen und Bahnen unterwegs. Die durchschnittliche Reiseweite pro Tag beträgt dabei elf Kilometer. Damit ist das RMV-Gebiet repräsentativ für eine Nahverkehrsnutzung, wie sie bundesweit täglich stattfindet.

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