Innovationspreis geht nach Stuttgart

17.10.2007 09:34 Uhr
Citop
© Foto: CiTOP

Stuttgarter Straßenbahn AG gewinnt mit "Kunden werben Kunden" den ÖPNV-Innovationspreis. Platz zwei für den Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV), den dritten Platz teilen sich die SüdbadenBus GmbH und der Rhein-Main-Verkehrsverbund.

Auf dem 12. IIR ÖPV-Kongress Citop in Berlin haben der Kongressveranstalter IIR Deutschland und die Zeitschrift Nahverkehrspraxis am 15. Oktober den ÖPNV-Innovationspreis für ÖPNV-Projekte verliehen. Gewinner ist die Stuttgarter Straßenbahn AG (SSB) mit ihrem Projekt „Kunden werben Kunden“. Platz zwei belegt der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) mit der „NVV-5-Minuten-Garantie“. Den dritten Platz teilen sich die SüdbadenBus GmbH und der Rhein-Main-Verkehrsverbund. Mit dem Ziel, neue Kunden zu gewinnen und bestehende enger an sich zu binden, startete das Stuttgarter Verkehrsunternehmen SSB im Februar das Projekt "Kunden werben Kunden". Neben allgemeinen begleitenden Marketingmaßnahmen wie der Auslage von Broschüren in Kundenzentren und dem Aushängen von Werbeplakaten betreibt der SSB seit Juli zusätzlich ein analytisches Customer Relationship Management (CRM). Dazu ermittelt das Unternehmen anhand seiner Kundendaten eine gewünschte Zielgruppe und schickt diesem Personenkreis Werbe- und Informationsmaterial zu. Seit dem Start des CRM-Projekts ist die Zahl der Kundenanträge um mehr als das Dreifache gestiegen. Die Award-Jury war von dem CRM-Projekt überzeugt: "Der SSB hat gezeigt, dass Verkehrsunternehmen ihre Wirtschaftlichkeit erhöhen können, wenn sie ihre Kundendaten gezielt aufbereiten, auswerten und entsprechend nutzen", so Thomas J. Mager, ÖPNV-Berater und Sprecher der Jury. "Pünktlichkeit, Anschlusssicherheit und Qualität erreichen durch die 5-Minuten-Garantie des NVV eine neue Dimension", so das Urteil der Jury über das Projekt des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) aus Kassel. Als erster deutscher Verkehrsverbund hat der NVV einen Qualitätsstandard festgelegt, der sich an der Pünktlichkeit seiner Linien orientiert: Verspäten sich die Bahnen oder Busse um mindestens fünf Minuten, erhält der Fahrgast sein Geld zurück. Verpasst der Fahrgast aufgrund der Verspätung zudem die Anschlussverbindung, hat er nach 20 Uhr die Wahl, sich den Preis erstatten zu lassen oder auf Kosten des NVV ein Taxi zu nehmen. Der dritte Platz wurde zweimal vergeben: SüdbadenBus qualifizierte sich mit dem Projekt "ISB-Informationssystem Bus", einem Angebot, das für eine kostengünstige und zuverlässige Anschlusssicherung zwischen dem Schienenpersonenverkehr und dem Busregionalverkehr sorgt. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) erreichte den gleichen Platz mit dem Projekt "Barrierefreie ÖV-Information für mobilitätseingeschränkte Personen".

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