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Insolvenzversicherungen: Busunternehmen fordern Lösungen vom Staat

Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen, lautet ein Sprichwort - die Insolvenzversicherer versuchen es derzeit trotzdem
© Foto: Reinhold Föger / fotolia.com

Laut einer aktuellen bdo-Umfrage haben viele Versicherer Verträge gekündigt, um bis zu 670 Prozent verteuert oder nehmen trotz Versicherungspflicht keine Neukunden an.


Datum:
21.12.2020
Autor:
Anja Kiewitt
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Berlin. Aufgrund der außergewöhnlichen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise treten mehrere Versicherer zum Ende des Jahres 2020 aus dem Markt der Insolvenzabsicherung aus. Trotz der bestehenden Versicherungspflicht werden viele Reiseveranstalter aktuell von keinem neuen Anbieter angenommen. Wer noch Zugang zum Versicherungsschutz erhält, muss in vielen Fällen deutlich mehr zahlen. Ein weiteres Problem sind die massiv gestiegenen Forderungen bei den Sicherheitsleistungen im Verhältnis zur Versicherungssumme.

Forderungen an den Gesetzgeber

Jetzt hat der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) beim Justizministerium in Berlin nach fairen Rahmenbedingungen für Insolvenzschutzversicherungen für Busunternehmen gerufen. „Hier muss jetzt der Gesetzgeber klar eingreifen und praxisnahe und faire Rahmenbedingungen schaffen. Es darf nicht sein, dass eine Kostenexplosion oder das Fehlen von Versicherern zum Aus für Unternehmen führt“, betont bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard.

Preissteigerungen bis zu 670 Prozent

In einer aktuellen bdo-Umfrage gaben rund 26 Prozent der 453 Teilnehmer aus der mittelständischen Busbranche an, dass die Versicherer die bisherigen Verträge gekündigt haben. Davon sind rund 84 Prozent für 2021 noch unversichert, weil sie von Versicherern abgelehnt wurden oder sich die aufgerufenen Preise nicht leisten können. Gut 71 Prozent der Befragten sind für 2021 beim gleichen Anbieter wie 2020 versichert. Bei über 40 Prozent von diesen Unternehmen war das aber mit zum Teil deutlichen Preissteigerungen von bis zu 670 Prozent verbunden.

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