"Wir erwarten jetzt, dass Verdi unser Angebot annimmt und einen Abschluss nicht weiter blockiert. Mit unserem definitiv letzten Entgegenkommen ist unsere absolute Schmerzgrenze erreicht. Mehr können wir nicht leisten", so OVN-Geschäftsführer Walter Koch. Bereits beim vorherigen Treffen der Verhandlungspartner am 1. Dezember hatte sich die Arbeitgeberseite nach eigenen Angaben weit auf Verdi zu bewegt. Für die Monate September bis Dezember boten die Busbetriebe ihren Mitarbeitern pauschal 400 Euro, ab dem ersten Januar sollten dann alle Tabellenlöhne bei einer Laufzeit von 24 Monaten um fünf Prozent steigen. In seinem erneuerten und nunmehr letzten Angebot senkte der OVN noch einmal diese Laufzeit auf 20 Monate. Die Belastung der Unternehmen steigt dadurch von 3,33 auf 3,6 Prozent (Westrick-Formel). Darüber hinaus bot der OVN an, eine paritätisch besetzte Strukturkommission einzusetzen, die innerhalb von zwölf Monaten auch die möglichen Veränderungen einer Lohntabelle auf ihre mittelfristigen Auswirkungen hin überprüfen soll. Ein Ergebnis würde dann vorfristig, das heißt vor Ablauf der 20-monatigen Laufzeit, umgesetzt. "Wir haben mit unserem neuerlichen Einlenken nun alles Machbare ausgeschöpft. Höhere Belastungen können unsere mittelständischen Unternehmen nicht mehr verkraften. Würden wir den völlig unrealistischen und verantwortungslosen Forderungen von Verdi in Höhe von bis zu 15 Prozent nachgeben, wären nicht nur die Existenzen der privaten Betriebe, sondern in der Folge auch die bislang sicheren Arbeitsplätze der Mitarbeiter gefährdet", so Koch. Das Angebot des OVN ist bis zum 21. Dezember befristet. Kommt es zwischenzeitlich zu erneuten Warnstreiks, wird es gegenstandslos.
Keine Einigung im Norden
Der Omnibus Verband Nord OVN ist der Gewerkschaft Verdi bei der fünften Lohnrunde der aktuellen Tarifverhandlungen am 15. Dezember in Kiel nochmals entgegengekommen. Zu einer direkten Einigung kam es aber nicht, Verdi verschob die Entscheidung zunächst in die Tarifkommission.