Die Mautgebühr für das Londoner Stadtzentrum hat die Anzahl der Privatautos in dem Gebiet um ein Fünftel gesenkt, meldet die Welt. Seit Einführung der Gebühr im Jahr 2003 fahren täglich etwa 50.000 Autos weniger durch die Straßen der britischen Metropole. Die Luftqualität hat sich durch die Verkehrsabnahme jedoch kaum verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Londoner King's College über die Schadstoffemissionsmengen im Mautgebiet zwei Jahre vor und nach der Gebührenerhebung. "Der Anteil an Rußpartikeln und Kohlenmonoxid ist nur geringfügig gesunken, der an Stickoxiden hingegen sogar leicht gestiegen", so Studien-Leiter Frank Kelly. Er erklärt sich den Schadstoff-Anstieg mit dem um 25 Prozent angestiegenen Busverkehr. Denn aufgrund der Maut kommen die Menschen nun anstatt mit dem Auto mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt. Den Londoner Verkehrsbetrieben bescherte dies ein tägliches Fahrgastplus von 29.000 Personen.
Londoner Umweltzone bringt der Umwelt nichts
50.000 Autos weniger aber Luftqualität kaum verbessert.