MVG-Chef nimmt Stellung zu LBO-Pressemitteilung

09.01.2009 15:04 Uhr
MVG-Chef nimmt Stellung zu LBO-Pressemitteilung

Zur Presseerklärung des Landesverbands Bayerischer Omnibusunternehmer LBO „Droht privaten Busunternehmen nun das Aus?“ hat MVG-Chef Herbert König Stellung genommen.

"Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) nutzt den Verkauf eines privaten Busunternehmens in der Region München an eine Beteiligungsgesellschaft der Hamburger Hochbahn AG zu einem Rundumschlag gegen alle Kommunalunternehmen Bayerns und insbesondere die MVG. Er malt eine Übernahme des gesamten bayerischen Busverkehrs durch Hamburger Hochbahn und MVG an die Wand. Das ist nun wirklich ausgemachter Blödsinn. Der Münchner Stadtrat strebt bekanntlich an, den Nahverkehr in München weiterhin durch sein eigenes Verkehrsunternehmen, die MVG, durchführen zu lassen und damit in bewährter Form in München für ein Nahverkehrsangebot aus einem Guss zu sorgen. Das schließt eine Expansion der MVG über die Grenzen des Münchner Raums hinaus schon aus rechtlichen Gründen aus. Im übrigen entscheiden auch im übrigen Bayern die jeweiligen Aufgabenträger (Städte und Landkreise) selbst, ob sie Nahverkehr kommunal oder durch private Unternehmen organisieren wollen. Die MVG arbeitet im Bussektor seit Jahrzehnten gut mit mittelständischen Busunternehmen zusammen. Wir pflegen also Kooperation mit dem Mittelstand und nicht Konfrontation. Das scheint sich zur LBO-Spitze leider nicht herumgesprochen zu haben. Im Übrigen: Ob ein privates Verkehrsunternehmen verkauft wird wie im vorliegenden Fall und an wen, entscheidet ausschließlich der Eigentümer (der in diesem Fall unseres Wissens ein LBO-Mitglied ist). Der LBO möge daher ggf. sein Mitglied kritisieren und nicht völlig unbeteiligte Unternehmen wie die MVG oder die anderen kommunalen Unternehmen in Bayern. Die Expansion und das Auftreten der Fa. Benex, einer Beteiligungsgesellschaft der Hamburger Hochbahn, als Käuferin von Verkehrsunternehmen, die offenbar zum Kauf angeboten werden, ist eine Entscheidung des Hamburger Landessenats. Auch an diesem sind die kommunalen Unternehmen in Bayern bekanntlich nicht beteiligt."

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