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RDA fordert Einführung eines Corona-Soli

© Foto: RDA Internationaler Bustouristik Verband e.V.

In der Corona-Krise führen die staatlich angeordneten Maßnahmen zum Infektionsschutz zu einem bundesweiten Betriebsstillstand in der gesamten Wirtschaft. Der RDA fordert deshalb einen Corona-Soli.


Datum:
03.04.2020
Autor:
Theresa Siedler
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Aufgrund der Corona-Krise bangen viele Busunternehmen um ihre Existenz. Sämtliche Buchungen sind weggebrochen und es ist nicht abzusehen, wann Busreisen wieder stattfinden können. RDA-Präsident Benedikt Esser befürchtet außerdem, dass die Busreiseveranstalter die Letzten sein werden, die zum regulären Betrieb zurückkehren dürfen. „Zu unseren Kunden zählen auch ältere Menschen – und das auch im grenzüberschreitenden Verkehr. Das sind zwei Gründe, warum unser Weg in die Normalität länger wird“, erklärte Esser beispielsweise vor Kurzem im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Zwar habe die Bundesregierung Hilfspakete für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen auf den Weg gebracht. Diese können den Belastungen der kleinen und mittelständischen Betriebe jedoch nicht gerecht werden. Auch Lösungen wie beispielsweise die gestern entschiedene Gutschein-Lösung seien nicht zielführend, da sie als Einzelmaßnahmen immer wieder Forderungen in anderen Branchen hervorrufen, erklärt der RDA-Präsident. 

Solidarisch aus der Corona-Krise

Der RDA fordert daher eine Art Corona-Soli, um ähnlich wie nach der Wiedervereinigung die Kosten der Krise solidarisch zu tragen. Dieser solle eine Laufzeit bis in das Jahr 2050 haben und den auslaufenden Solidaritätszuschlag 2021 ersetzen.

Der Corona-Soli – wie ihn der RDA vorschlägt – sieht vor, dass durch einen solidarisch ausgewogenen Teilschuldenerlass in Verbindung mit einer dem Ereignis angemessenen Laufzeit bis in das Jahr 2050 sowie einer Zinslosstellung die Fremdkapitalpositionen in den betroffenen Unternehmen reduziert werden. Zudem werde der Inflationseffekt einen Teil der Last neutralisieren, glaubt der RDA. So entstehe die Sonderposition „Coronakapital“, die bei der Kreditwürdigkeitsprüfung der Betriebe gesetzlich ausgenommen werden müsse, um diesen wieder den Zugang zum Kapitalmarkt zu verschaffen, erklärt der RDA.

Andere Verbände haben sich der Forderung des RDA noch nicht angeschlossen, erläuterte Esser in einer Pressekonferenz. Der RDA befinde sicher aber zu diesem Thema im regen Austausch mit Vertretern aus der Politik.

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