Tag des Busses: Busunternehmen gewähren einen Blick hinter die Kulissen

16.09.2026 12:41 Uhr | Lesezeit: 4 min
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Busunternehmen, hier Ulrich Raum von der oVA in Aalen beim Tag des Busses 2025, gewähren einen Blick hinter die Kulissen der Busbetriebe
© Foto: Thomas Burgert

Beim Tag des Busses geben Busunternehmen auch in diesem Jahr Einblick in ihre Unternehmen und zeigen, was der Bus alles leistet. Gleichzeitig werben sie dafür, dass der ÖPNV insgesamt die Wertschätzung und die Rahmenbedingungen erhält, die er verdient.

Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) und Busunternehmen im gesamten Bundesgebiet laden zum Tag des Busses ein. Der diesjährige Tag des Busses, findet am Samstag, 19. September, statt und ist eingebettet in die Europäische Mobilitätswoche. Auch in diesem Jahr wird er gemeinsam mit dem Tag der Schiene begangen. Zahlreiche Busunternehmen in Baden-Württemberg öffnen ihre Türen und laden mit einem vielfältigen Aktions- und Gastronomieangebot dazu ein, die Busunternehmen und deren Betrieb kennenzulernen.

Blick hinter die Kulissen der Busunternehmen

Die teilnehmenden Busunternehmen haben abwechslungsreiche und attraktive Programme vorbereitet. Besucher können hinter die Kulissen der Unternehmen schauen, Busse und Betriebshöfe erkunden, sich über Technik und den täglichen Betriebsablauf informieren und mit Beschäftigten ins Gespräch kommen. Je nach Unternehmen gehören dazu beispielsweise Mitmachaktionen, Besichtigungen, Informationen rund um den Busbetrieb und die verschiedenen Berufsbilder. Auch die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung eines Fahrlehrers, einmal selbst einen Bus zu lenken wird es geben. Für das leibliche Wohl sorgen die Unternehmen oft mit einem vielfältigen Gastronomieangebot. 

Bus als Bestandteil der Daseinsvorsorge

Der WBO weist im Zusammenhang mit dem Tag des Busses darauf hin, dass der Bus gerade im ländlichen Raum ein unverzichtbarer Bestandteil der Daseinsvorsorge ist. Das betont auch Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU) anlässlich des Tags des Busses: „Der Bus fährt für jede und jeden und kommt fast überall hin. Er macht öffentliche Mobilität auf ganzer Breite möglich und zugänglich. Diesen Aspekt eines Omnibusses, also wörtlich eines ‚Busses für alle‘, möchte ich an diesem Tag besonders herausstellen.“

ÖPNV funktioniert nur als Gesamtsystem

Gerade dort, wo andere Mobilitätsangebote nicht flächendeckend zur Verfügung stehen, ist der Bus „die Lebensader der Region“, sagt auch WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg. Gemeinsam mit dem Tag der Schiene rückt der Aktionstag die unterschiedlichen Stärken des öffentlichen Verkehrs in den Mittelpunkt: Während die Schiene insbesondere auf starken Verbindungen zwischen Zentren und Regionen ihre Stärken ausspielt, sorgt der Bus für die notwendige Flächenerschließung – und damit gerade im ländlichen Raum für Mobilität bis in die kleineren Städte und Gemeinden. „Öffentlicher Verkehr funktioniert nur als Gesamtsystem“, sagt denn auch Yvonne Hüneburg. 

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Impressionen vom Tag des Busses 2025
© Foto: WBO

Busbranche als attraktiver Arbeitgeber

Für den WBO ist der Aktionstag zugleich eine Gelegenheit, „den ÖPNV als attraktives, zukunftssicheres und sinnstiftendes Berufsfeld „sichtbar zu machen. Die Branche biete „vielfältige Aufgaben, sichere Beschäftigungsperspektiven und eine Tätigkeit mit unmittelbarem gesellschaftlichem Nutzen“, so der Verband. „Wer im ÖPNV arbeitet, bewegt nicht nur Busse, sondern Menschen und damit unsere Gesellschaft“, betont Hüneburg. Gerade angesichts des demografischen Wandels und des wachsenden Mobilitätsbedarfs komme dem ÖPNV eine zentrale Rolle zu. Ein leistungsfähiger Busverkehr ist Voraussetzung dafür, dass ländliche Räume attraktiv und lebenswert bleiben. 

Mehr als Fahrzeuge und Technik

Der Tag des Busses will daher den Blick nicht nur auf Fahrzeuge und Technik lenken, sondern vor allem auf die Menschen, die den öffentlichen Verkehr jeden Tag möglich machen, betont der WBO. „Wir wollen zeigen, wie wichtig der Bus für unser Land ist – und gleichzeitig dafür werben, dass mehr Menschen den ÖPNV als Arbeitgeber für sich entdecken“, sagte Yvonne Hüneburg. 

Hürden beim Berufszugang abbauen

Politik müsse aber auch die Grundlagen für einen zuverlässigen Busverkehr sichern, fordert der WBO. Aus Sicht des WBO braucht es verlässliche Rahmenbedingungen – wozu eine auskömmliche Finanzierung gehört – und ausreichend Personal. Beim Zugang zum Beruf des Busfahrers bestehe weiterhin Handlungsbedarf. „Wir brauchen mehr Menschen, die sich für einen Beruf im ÖPNV entscheiden. Deshalb müssen unnötige Hürden beim Berufszugang abgebaut werden“, sagte Hüneburg. „Das ist aber nur ein Teil der Aufgabe. Entscheidend ist, dass der öffentliche Verkehr insgesamt die Wertschätzung und die Rahmenbedingungen erhält, die seiner Bedeutung für unsere Gesellschaft entsprechen.“

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