Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) koordinieren ein bundesweites Projekt für autonomes Fahren im öffentlichen Nahverkehr. An dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit dem Titel „MILA.mobility“ arbeiten 30 Partner aus Verkehrsunternehmen, Industrie, Wissenschaft und Verbänden zusammen, wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mitteilte. Ziel sei die Entwicklung einer offenen, herstellerneutralen Plattform, um autonome Fahrzeuge verschiedener Hersteller in bestehende Betriebs- und Leitstellensysteme zu ermöglichen.
Förderung durch die Bundesregierung
Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Das Fördervolumen beträgt den Angaben zufolge rund 32,6 Millionen Euro, das Gesamtprojektvolumen rund 57 Millionen Euro. „Deutschland soll zum Leitmarkt für autonomes Fahren werden“, sagte Matthias Hauer, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. In einem ersten Schritt sollen die Komponenten und Schnittstellen in einem virtuellen Labor entwickelt und getestet werden, hieß es weiter. Anschließend würden die Ergebnisse schrittweise unter realen Bedingungen weiterentwickelt und erprobt.
Erprobung erfolgt in fünf Testregionen
Fünf Testfelder entstehen dafür: in Leipzig, in der Region Hannover, in der Region München, in Ludwigslust-Parchim und im Rhein-Main-Gebiet. Die Testfelder sollen die unterschiedlichen Anforderungen des öffentlichen Verkehrs abbilden. Die LVB entwickeln und erproben seit mehreren Jahren gemeinsam mit Partnern autonome Mobilitätsangebote im öffentlichen Nahverkehr. „Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in die Koordination des bundesweiten Vorhabens sowie in die Entwicklung gemeinsamer Branchenstandards ein“, so der VDV weiter.