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AVV: E-Busse haben Erwartungen übertroffen

Die beiden E-Citaro haben ihre Leistungsfähigkeit beim AVV unter Beweis gestellt
© Foto: Daimler

Seit einem Jahr sind auf einer Regionalbuslinie im AVV-Gebiet zwei Elektrobusse im Alltagseinsatz, die Bilanz fällt positiv aus.


Datum:
04.08.2021
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Die Bilanz nach einem Jahr E-Bus-Betrieb fällt beim Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) rundum positiv aus. Die beiden Mercedes-Benz-Busse vom Typ E-Citaro, die seit Juli 2020 auf der Regionalbuslinie 506 zwischen Zusmarshausen und Augsburg-Uniklinik fahren, haben mehr Kilometer zuverlässig zurückgelegt als geplant und kommen bei den Fahrgästen gut an.

„Die E-Busse haben ihre Leistungsfähigkeit im Feld eindrucksvoll unter Beweis gestellt und haben bei allen gesetzten Zielen unsere Erwartungen übertroffen“, sagte AVV-Geschäftsführerin Linda Kisabaka. Statt der ursprünglich geplanten Laufleistung von 140.000 Kilometer pro Jahr seien im ersten Einsatzjahr fast 200.000 Kilometer gefahren worden. „Wir sind bereits nach kurzer Zeit mit den E-Bussen 430 Kilometer am Tag gefahren. Ursprünglich geplant waren 240 Kilometer“, sagte Paul Kien-berger, Geschäftsführer des Busunternehmens Egenberger, das im Auftrag des AVV die Verkehre fährt.

Umlaufplanung auf der Linie geändert

Möglich wurde dies durch eine kontinuierliche Optimierung der Ladestrategie und ein energieoptimiertes Fahrverhalten des Fahrpersonals. Statt der im Projekt geplanten Einsatzzeiten von acht bis 13 Uhr und von 14 bis 21 Uhr waren die E-Busse nicht nur oft durchgehend von fünf bis ein Uhr im Einsatz, sondern zusätzlich auch an Wochenenden. Der AVV hat zusammen mit Egenberger dafür die Bedienzeiten und die Umlaufplanung auf der Linie im vergangenen Jahr geändert.

Eine Umfrage im Auftrag des AVV zeigte auch, dass die E-Busse von den Fahrgästen sehr positiv aufgenommen werden. Im Ergebnis liege die positive Bewertung des Komforts in den E-Bussen bei über 90 Prozent. Der Elektroantrieb der Busse erhöhe durch den Wegfall von Gangwechseln und Motorgeräuschen den Fahrkomfort. Rund 75 Prozent der Befragten empfinden die Fahrgeräusche eines E-Busses als „angenehmer“ oder sogar „deutlich angenehmer“ als die der dieselbetriebenen Busse.

AVV übernimmt Teil der Mehrkosten

Möglich gemacht haben das Pilotprojekt bim AVV die Förderung von Bund und Freistaat sowie das Engagement des Verbundes, des Verkehrsunternehmens und des Herstellers. Dazu gehört auch die Bereitschaft der AVV-Aufgabenträger, verbleibende Mehrkosten in Höhe von circa 400.000 Euro pro Jahr zu tragen. Das Pilotprojekt läuft derzeit noch bis Ende 2026. Eine weitere Förderung des Bundes erwarte er „noch für dieses Jahr“, erklärte Hansjörg Durz (CSU), Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Augsburg-Land, bei einem Termin vor Ort.

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