In Neu-Ulm wurde eine bestehende Halle auf dem Werksgelände durch einen Anbau um rund 5000 Quadratmeter erweitert, teilte Daimler Buses mit. Hier kommen ab sofort alle gebrauchten Teile zur Wiederaufbereitung, dem sogenannten Ramanufacturing, kurz Reman, an. Das Daimler Buses-Expertenteam prüft diese und leitet sie an die Fachbereiche in den deutschen Daimler Truck und Daimler Buses Werken oder an die jeweiligen Zulieferer zur Wiederaufbereitung weiter. Daimler Buses übernimmt diese Aufgabe auch für den Truck-Bereich.
Die gleiche Qualität wie Neuteile
Die gebrauchten Truck- und Bus-Teile – wie beispielsweise Motoren oder Getriebe – werden in den eigenen Werken oder bei Zulieferern nach exakten Vorgaben zerlegt, gereinigt, industriell aufbereitet und mit neuen Verschleißteilen wiederaufgebaut. Dieser Prozess sorgt laut Bushersteller dafür, dass Originaltauschteile die gleiche Qualität wie Neuteile haben. Kunden können die aufbereiteten Teile über den Aftersales-Vertrieb zu attraktiven Konditionen erwerben. „Mit dem neuen CCC übernehmen wir in Neu-Ulm die zentrale Koordination der Reman-Logistik für Truck und Bus. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Effizienz und Nachhaltigkeit sowohl für Daimler Buses als auch für Daimler Truck insgesamt“, sagte Bernd Mack, Leiter Aftersales Daimler Buses, laut Mitteilung.
Der Standort Neu-Ulm
Der Standort Neu-Ulm ist das Kompetenzzentrum für Reisebusse aller Antriebsarten und Teil des Produktionsverbundes von Daimler Buses. Das Werk beschäftigt nach Angaben von Daimler Buses rund 3800 Beschäftigte in zentralen Funktionen sowie in der Omnibusfertigung. Im Werk Neu-Ulm findet die Endmontage von Mercedes-Benz und Setra Reisebussen statt. In der eigenen Sitzfertigung entstehen zudem Überland- und Reisebussitze für beide Marken. Zudem befindet sich am Standort die Aftersales-Zentrale von Daimler Buses inklusive der weltweiten Ersatzteilelogistik für Mercedes-Benz- und Setra-Omnibusse – ebenso wie das Kompetenzzentrum Lackierung für den gesamten Produktionsverbund, das Daimler Buses Entwicklungszentrum für Sicherheits- und Assistenzsysteme, der Versuch sowie das Kompetenzzentrum für 3D-Druckteile.