Der Betriebshof der KRN entsteht auf rund 13.500 Quadratmetern Fläche im rheinhessischen Wörrstadt und ist für bis zu 60 Fahrzeuge ausgelegt, so das Mobilitätsministerium von Rheinland-Pfalz. Er soll unter anderem eine Werkstatt, eine Waschstraße und Büroflächen enthalten. Die KRN schafft 60 Elektrobusse an. Im Laufe des ersten Quartals 2026 sollen 18 Elektrobusse vom Typ Mercedes-Benz eCitaro uf den regionalen Hauptlinien im Regelbetrieb eingesetzt werden. Die KRN plant dann die Inbetriebnahme von weiteren 42 Elektrobussen ab dem Jahr 2027, die ebenfalls auf regionalen Hauptlinien eingesetzt werden sollen.
Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz
„Bis zum Ende der Vertragslaufzeit im Oktober 2032 wird das Land für die E-Fahrzeuge rund 1,6 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stellen“, sagte die rheinland-pfälzische Mobilitätsministerin Katrin Eder (Grüne) beim Spatenstich für den neuen Elektrobus-Betriebshof. 40 Prozent der Fahrleistungen der KRN entfallen laut Ministerin auf die regionalen Hauptlinien, die das Land vollumfänglich finanziert. „Der neue Betriebshof, der als größter E-Bus-Betriebshof in Rheinland-Pfalz realisiert wird, ist ein zentraler Baustein unserer strategischen Ausrichtung auf einen klimafreundlichen öffentlichen Nahverkehr“, erklärte Uwe Hiltmann, Geschäftsführer der KRN.
E-Busse auf Regionalbuslinien
Die Elektrobusse sollen in den kommenden zwei Jahren schrittweise auf folgenden regionalen Buslinien eingesetzt werden:
- Linie Bad Kreuznach – Bad Münster – Obermoschel – Alsenz
- Linie Bingen – Stromberg – Simmern
- Linie Bad Kreuznach – Stromberg
- Linie Bad Kreuznach – Waldböckelheim – Bad Sobernheim
- Linie Bad Sobernheim – Meisenheim – Lauterecken
- Linie Mainz – Sprendlingen – Bad Kreuznach
- Linie Ingelheim – Nieder Olm
- Linie Mainz – Undenheim – Alzey
ZÖPNV will alle Buslinie elektrifizieren
„Der ZÖPNV Süd freut sich, dass durch die schrittweise Umstellung der regionalen Buslinien von Diesel- auf Elektrobusse ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz geleistet werden kann. Ziel des Zweckverbandes ist es, in den kommenden Jahren möglichst alle regionalen Buslinien, die neben dem Schienenverkehr das Rückgrat des ÖPNV in der Region darstellen, zu elektrifizieren“, sagte Landrat Dietmar Seefeldt, Verbandsvorsteher des ZÖPNV Süd. Vor diesem Hintergrund werden man in allen künftigen Vergabeverfahren gemeinsam mit dem Land prüfen, inwieweit Dieselbusse durch Elektrobusse ersetzt werden können, so Seefeldt.