Noch bis zum 3. März testen die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) einen Doppelgelenk-Trolleybus. Der 25 Meter lange Vierachser mit Niederflurtechnik kann rund 200 Fahrgäste transportieren. Das seien etwa 50 mehr als in den üblichen Trolleybussen, so Andres Türler, Vorsteher des Departements für Industrielle Betriebe. Dies sei auch nötig, da auf den entsprechenden Linien erhebliche Engpässe vorhanden seien. Erste Versuche im April 2004 zeigten, dass die Strecke grundsätzlich befahrbar ist. Der jetzige Testbetrieb soll die Eignung für den Linienbetrieb klären. Sollte sich der Doppelgelenk-Trolleybus bewähren, werden ab Mitte 2007 sukzessive 17 solcher Busse, die umgerechnet je etwa 980.000 Euro kosten, auf zwei Linien in Zürich eingesetzt. Die benötigten Umbaumaßnahmen würden sich zusätzlich auf zirka 4,5 Millionen Euro belaufen. Schlägt der Test fehl, werden die VBZ wieder eine größere Zahl der herkömmlichen Gelenkbusse anschaffen. Laut Türler erlebe der Trolleybus in verschiedenen Städten Europas eine Renaissance. Im Gegensatz zu einem Dieselbus stoße er kein CO2 aus. Er sei unabhängig von wechselnden Rohstoffpreisen und habe eine längere Lebensdauer.
Gigant auf Zürichs Straßen
Die Verkehrsbetriebe Zürich prüfen in einem sechswöchigen Test die Eignung eines 25 Meter langen Trolleybusses für den Linienbetrieb.