Um die Belegungsrate auch während der Konjunkturschwäche möglichst stabil zu halten, fiel der durchschnittliche Zimmerpreis während des Untersuchungszeitraums hierzulande auf 86 Euro pro Zimmer und Nacht. Von der Preisreduktion am stärksten betroffen waren Düsseldorf und Dresden. Hier sanken die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent sowie 21 Prozent, auf 88 Euro am Rhein und 71 Euro an der Elbe. Viele Städte mussten einen Preisverlust um mehr als zehn Prozent hinnehmen. Die Hoteliers in Mannheim hielten das Preisniveau des Vorjahres, der einzige positive Trend wurde in Freiburg verzeichnet. Wenn auch nur mit einem Plus von drei Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2008, konnte die Freiburger Hotellerie ihre Preise von 89 Euro auf durchschnittlich 92 Euro anheben. Laut HPI war die für Reisende teuerste Stadt während des Untersuchungszeitraums Hannover. Mit 114 Euro pro Hotelzimmer und Nacht setzte sich die niedersächsische Landeshauptstadt und Messemetropole an die Spitze des deutschen Preisbarometers. Platz zwei und drei belegten Frankfurt (107 Euro) und Nürnberg (106 Euro). Derzeit sind Hotelzimmer in Deutschland günstiger als im Jahr 2004. Der signifikante Preisrückgang auf 86 Euro pro Zimmer und Nacht markiert das niedrigste Preisniveau deutscher Hotels seit Beginn der HPI-Auswertung im Januar 2004. Damit liegt Deutschland während des Untersuchungszeitraums im europäischen Vergleich im untersten Drittel des Hotelpreisrankings.
Deutsche Hotelpreise im Sinkflug
Laut dem Hotel Price Index von Hotels.com sanken die deutschen Hotelpreise im ersten Halbjahr 2009 um 14 Prozent, verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2008.