Die im Zoo Leipzig diese Woche feierlich eröffnete Küsten- und Meereslandschaft nimmt die Besucher mit auf eine Reise an den Pazifik Südamerikas. Mehr als fünf Millionen Liter Wasser füllen das riesige Schwimmbecken, durch das ein mehr als 100 Meter langer Unterwassertunnel führt, der den Gästen spektakuläre 360-Grad-Einblicke verspricht. Wer hindurchgeht, taucht mitten ein in die Welt der Robben und Humboldtpinguine. Eine Wellenanlage sorgt für Bewegung im Wasser, während Strandbereiche den Tieren Rückzugs- und Ruheplätze bieten.
Feuerland lädt zur Reise ein
„Bei der Gestaltung unseres Feuerlandes haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse der Tiere gelegt und für die Besucher einzigartige Perspektiven für die Tierbeobachtung geschaffen“, sagte Zoodirektor Jörg Junhold bei der Eröffnung. Neben Zoodirektor Junhold sprachen unter anderem Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Christoph Schwitzer, Präsident der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) und Architekt Peter Rasbach. Letzterer bezeichnete Feuerland mehr als Prozess denn als Bauwerk: „Feuerland ist eine Reise. Die Idee, die Umsetzung und das Erwachen des Lebens. Feuerland wird zum Lebensraum und tritt als Bauwerk in den Hintergrund.“ Sachsens Landtagspräsident Alexander Dierks würdigte den Zoo als Leuchtturm für Tourismus, Fortschritt und Mut in Sachsen.
Ort der Wissensvermittlung
Feuerland soll laut dem Zoo Leipzig „nicht nur faszinieren, sondern auch Wissen vermitteln“. Lernstationen, digitale Angebote und filmische Elemente erzählen von der Küstenlandschaft, ihren Bewohnern und den Herausforderungen des Artenschutzes. Insbesondere die Humboldtpinguine stehen dabei im Fokus. Der Zoo Leipzig engagiert sich auch im natürlichen Lebensraum der bedrohten Art für ihren Schutz und fungiert als Erlebnis- und Bildungsbrücke zwischen dem Zoo und der Natur.