43. Tag der Bustouristik: Rauf, auf den Gipfel der Qualität

14.01.2026 16:56 Uhr | Lesezeit: 2 min
Gipfel der Zugspitze
Wurde beim 43. Tag des Bustourismus zum Sinnbild für den Qualitätsgipfel - das Motto der Tagung: die Zugspitze, die die Teilnehmer am Vortag als Gruppenreisedestination erkunden konnten
© Foto: OMNIBUSREVUE/Mireille Pruvost

Wie kann die Bustouristik durch Spitzenleistung gewinnen? Was ist Qualität überhaupt und was macht sie aus? Das waren die zentralen Fragen, um die sich der 43. Tag der Bustouristik in Garmisch-Partenkirchen drehte. Überwiegender Tenor: Es ist vor allem eine Zutat, auf der sie basiert.

Dass Qualität der Schlüssel zum Erfolg auch in der Bustouristik ist, dieser Binsenweisheit hätte wohl niemand der über 200 Teilnehmer am Tag der Bustouristik widersprochen. Doch was macht eine qualitativ hochwertige Busreise aus? Ist es das schicke Hotel oder das Gourmet-Essen am Abend?

Bei der 43. Ausgabe Tagung an diesem Montag haben die Veranstalter Dieter und Wolfgang Gauf das Motto jedenfalls zum Programm gemacht. Passend zum Titel „Qualitätsgipfel – Gewinn durch Spitzenleistung“ war Garmisch-Partenkirchen der diesjährige Austragungsort mit atemberaubender Kulisse vor Deutschlands höchstem Gipfel – der Zugspitze, von dessen Top-Qualitäten als Busreiseziel sich die Teilnehmer am Vortag bei einer geführten Tour selbst überzeugen konnten.

Qualität - eine Sache des Betrachters

 „Qualität hängt vom Betrachter ab“, sagte Dieter Gauf. Auch Guido Wiegand, CMO von Studiosus, verdeutlichte in seiner Keynote, dass Qualität kein absoluter Wert sei, sondern „die Erfüllung von der Erwartungshaltung unserer Gäste“. Fünf Sterne seien nur für jene relevant, die sie wirklich wollen. Studiosus erhebt die Erwartungen der Gäste systematisch, zwei Drittel füllen die Fragebögen aus. Die Ergebnisse beeinflussen Produktmanagement und Vergütung der Führungskräfte: „Jede Führungskraft spürt es am eigenen Geldbeutel, ob die Kunden zufrieden sind.“

Dieter Gauf_2026
"Qualität hat ihren Preis“, sagte Dieter Gauf, „eine billige Reise auch“. Nur wird diese mit einer anderen Währung bezahlt
© Foto: OMNIBUSREVUE/Mireille Pruvost

Auch softe Qualitätsfaktoren wichtig

Die Referenten waren sich einig, dass weiche Faktoren für das Qualitätsempfinden mindestens genauso wichtig sind wie harte. „Wir sind nur erfolgreich, wenn wir Erlebnisse verkaufen“, nannte Busunternehmerin Patricia Ehbauer als wichtigste Erkenntnis aus einer Studie zu Wachstumschancen des Bustourismus des Landesverbands Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO), in dem sie Vorstandsmitglied ist. Auch Petra Hedorfer von der Deutschen Zentrale für Tourismus hob die Bedeutung von Erlebnissen hervor und verwies auf Deutschlands starke Position im internationalen Tourismus. Daher legt sie Busunternehmen die Internationalisierung ans Herz – im Incoming-Geschäft sieht sie viele Potenziale.

Wiegand von Studiosus betonte zudem die Rolle von Reisebus, Fahrer und Reiseleiter, doch entscheidend seien Inhalte der Reise. Und damit waren es wieder die Erlebnisse, die sich als besonders wichtige Zutat für Qualitätsreisen herauskristallisierten.

Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) sieht im persönlichen Kontakt einen spezifischen Vorteil der Busreiseveranstalter: „Sie kennen ihre Kunden sehr persönlich.“ Zudem punktet der Bus gegenüber Bahn und Flugzeug durch Komfort und Zuverlässigkeit, auch dies zwei Qualitätsmerkmale.

Mehrfach wurde aber auch deutlich: Qualität gibt es nicht zum Nulltarif. „Qualität hat ihren Preis“, so Gauf – "und eine billige Reise auch.". Nur werde diese mit Ärger und Zeit statt mit Geld bezahlt.

Einen ausführlichen Bericht zum 43. Tag der Bustouristik lesen Sie in Heft 2-3/2026 der OMNIBUSREVUE.

Diskussionsrunde beim 43. Tag der Bustouristik
Was macht Qualität in der Bustouristik aus? Das diskutierten die Key-Note-Speaker auf dem Podium mit den Teilnehmern. 
© Foto: OMNIBUSREVUE/Mireille Pruvost

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