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Baden-Württemberg: Busunternehmen kündigen aus Protest Fahrausfälle an

In vielen Landkreisen von Baden-Württemberg beteiligen sich Busbetriebe an der Protestaktion
© Foto: WBO

In Baden-Württemberg werden am Mittwochvormittag zahlreiche Busfahrten im ÖPNV ausfallen. Die Unternehmen protestieren damit auf das Ausbleiben von versprochenen Hilfen.


Datum:
10.05.2022
Autor:
dpa/ Thomas Burgert
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Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr müssen sich am Mittwoch teilweise auf ausfallende Busfahrten im Südwesten einstellen. Wie der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) mitteilte, werden am Mittwoch, 11. Mai, in Teilen des Landes Busse zwischen 10 und 12 Uhr nicht fahren.

Anlass der Protestaktion seien die hohen Dieselpreise. Der Arbeitgeberverband, in dem nach eigenen Angaben mehr als 300 private Verkehrsunternehmen organisiert sind, wartet laut der Mitteilung auf in Aussicht gestellte Hilfen seitens der Politik. Wie viele und welche Fahrten genau ausfallen, könne man noch nicht wirklich sagen, sagte die stellvertretende WBO-Geschäftsführerin, Yvonne Hüneburg, der „Deutschen Presse-Agentur“. Sie rechne mit 75 bis 100 Unternehmen, die sich an der Aktion beteiligen.

Hintergrund der Aktion ist laut WBO, dass trotz Ankündigung eines „Stützungspaktes Dieselpreise“ bislang kein Geld für die Mehrkosten geflossen sei, welche die Verkehrsunternehmen seit Monaten aus eigener Tasche zahlen. Das Land verweist auf den Bund, der Bundesverkehrsminister mauerw. Eine zentrale Rolle kommt aus Sicht des WBO allerdings den Aufgabenträgern zu.

Manche Aufgabenträger wollen sicher gehen

„Einige Landkreise haben die Not der Busunternehmen erkannt und konkrete Hilfe zugesagt oder gar schon Gelder ausbezahlt“, erklärte WBO-Geschäftsführer Witgar Weber. Manche Aufgabenträger wollten jedoch ganz sicher gehen, dass sie die von ihnen „vorgestreckten“ Gelder wieder eins zu eins vom Land zurückbekommen bzw. möglichst wenig dazu beisteuern müssen, so der Verband. „Unsere Mitglieder fahren weiterhin ihre Leistungen in vollem Umfang, im Vertrauen auf in Aussicht gestellte Hilfe“, betonte Weber und fügte hinzu: „Der ÖPNV-Stützungspakt war ursprünglich für spätestens Ostern angekündigt.“

Den WBO erreichten vermehrt Hilferufe aus den Reihen der Busunternehmen. Von Genehmigungsinhabern aber auch von Subunternehmen, die mit am stärksten unter der aktuellen Situation leiden würden.

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