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JugendTicketBW: Busse und Bahnen attraktiver machen

Das Land wird einen Großteil der Kosten für das neue Jugendticket übernehmen
© Foto: VM BW

Mit einem neuen Jugendticket will Baden-Württemberg den ÖPNV gerade für junge Menschen attraktiver machen. Den Hauptteil der damit verbundenen Kosten trägt das Land.


Datum:
17.01.2023
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
5 min
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Baden-Württemberg führt zum 1. März ein neues ÖPNV-Ticket für junge Meschen. Das landesweit gültige Ticket wird „JugendticketBW“ heißen und 365 Euro im Jahr kosten. Das Ganze ist eine gemeinsame Initiative des Landes, der Land- und Stadtkreise und der Verkehrsverbünde, wobei das Land den Großteil der Kosten übernehme, wie Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Montag, 16. Januar, erklärte. Alle Menschen bis zum 21. Lebensjahr mit Wohnort in Baden-Württemberg können das Ticket kaufen, außerdem Schüler, Studierende, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende bis zum 27. Lebensjahr. Das Ticket kann in den Abo-Centern des Verkehrsverbundes erworben werden, in dem der Käufer wohnt, beziehungsweise zur Schule geht oder studiert.

„Das preiswerte Ticket entlastet die jungen Leute und ihre Familien finanziell erheblich. Zugleich ist es ein Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität. Ich bin überzeugt, wer in jungen Jahren den ÖPNV nutzen und schätzen lernt, der wird sich auch später klimafreundlich und verantwortungsbewusst fortbewegen.“

Land trägt den Großteil der Kosten für das Jugendticket

Das Land, die Land- und Stadtkreise sowie die Verkehrsverbünde hatten im März 2022 vereinbart, das Ticket landesweit einheitlich zum 1. März 2023 einzuführen. Mit dem Jugendticket setzt die Landesregierung ein wichtiges Vorhaben der Koalitionsvereinbarung um. Das Ministerium für Verkehr übernimmt bis Ende 2025 im Rahmen des Förderprogramms „Landesweites Jugendticket“ 327 Millionen Euro. Das entspricht laut Verkehrsministerium rund 70 Prozent der Gesamtkosten. Die Kommunen übernehmen die restliche Finanzierung.

Der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Alexis von Komorowski betonte bei der Vorstellung des Tickets: „Mit dem JugendticketBW steigern wir nochmals die Attraktivität des ÖPNV im Land – und sprechen mit der Jugend genau die richtige Generation an, um die Mobilitätswende voranzubringen. Allerdings brauchen die Nutzerinnen und Nutzer ein verlässliches Produkt, weshalb das JugendticketBW nach der Einführungsphase gesetzlich verankert werden muss. Und ein verbilligtes Ticket muss in jedem Fall nachhaltig finanziert sein – diese Planungssicherheit benötigen auch die Landkreise.“

ÖPNV-Nutzung soll attraktiver werden

Neben dem günstigen Preis soll vor alle die landesweite Gültigkeit Busse und Bahnen zu „den attraktivsten Verkehrsmitteln für junge Leute in Baden-Württemberg“ machen, so das Verkehrsministerium. Das Ticket ist über alle 19 Verkehrsverbünde im Land hinweg gültig. Ausgenommen ist lediglich der Fernverkehr.

VVS-Geschäftsführer und Sprecher der Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg Thomas Hachenberger ergänzte: „Nach der langen Durststrecke durch die Pandemie wollen wir die Nachfrage im ÖPNV mit dem Jugendticket dauerhaft und nachhaltig ankurbeln. Die junge Generation macht immerhin ein Drittel unserer Kundschaft aus. Die Fahrt über Verbundgrenzen hinweg wird für Studierende, die bisher in zwei Verbünden unterwegs waren, deutlich einfacher und sehr viel günstiger.“

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