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Elektromobilität: Der neue Citea im Reichweitentest

Citea_New_Generation_Test
Der Test habe gezeigt, welche hohe Laufleistung mit dem Citea der neuen Generation erzielt werden kann, so VDL
© Foto: VDL Bus & Coach

Bushersteller VDL hat seinen Citea der neuen Generation auf einen Reichweitenest geschickt, unter realistischen Einsatzbedingungen sollte der Elektrobus rund um Eindhoven zeigen, was er kann.


Datum:
28.11.2023
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
4 min
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Die Frage, welche Entfernung in der Realität machbar ist, ist auf dem Markt nach wie vor aktuell. Das ist einer der Gründe, weshalb wir diesen Test machen“, sagte Guido Weijers, Produktmanager für den öffentlichen Verkehr bei VDL. „Um vor dem Kauf Vertrauen zu schaffen und zu zeigen, dass wir Versuche durchführen und die Ergebnisse kommunizieren“, erklärte Weijers mit Blick auf den Test mit Namen „Maxi Mile Challenge“, den der Bushersteller mit seinem Citea der neuen Generation durchgeführt hat.

Natürlich wolle man „dabei das bestmögliche Ergebnis erzielen“, sagte Weijers weiter, der aber gleichzeitig betonte: „Es bringt dem Betreiber unserer Fahrzeuge aber keinen Mehrwert, wenn wir ein Ergebnis liefern, dessen Testgrundlage kein realistisches Bild widerspiegelt. Wir wollen aber gerade beweisen, dass unsere neue Citea-Generation im Einsatz hält, was sie verspricht.“

Die bei diesem Test gesetzten Ziele waren eine Fahrt von 24 Stunden am Stück, mehr als 500 gefahrene Kilometer und die Schaffung von realistischen Bedingungen für einen SORT-2-Testzyklus. VDL setzte für diesen Test eines der Citea-Demofahrzeuge der neuen Generation ein. Um eine realistische Anzahl von Passagieren zu simulieren, wurde der Bus mit einem 490-kWh- Batteriepaket mit bis zu 16.500 Kilogramm beladen.

Test bei Temperatur von tagsüber 30 Grad

Um zu einem noch realistischeren Ergebnis zu kommen, habe man den Citea auf mehreren Buslinien in Eindhoven und Umgebung eingesetzt, erklärte VDL. Die UITP-SORT-Strecken stellen verschiedene Geschwindigkeitsführungen dar: SORT-1 betrifft das Stadtzentrum mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 12 km/h. SORT-2 repräsentiert städtische Strecken mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 km/h und SORT-3 steht für die städtische Peripherie mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h. Die meisten Strecken wurden laut VDL nach dem SORT-2-Testzyklus gefahren und einige Strecken nach SORT-1 und SORT-3, um im Durchschnitt einen SORT-2-Einsatz zu erhalten. Alle Haltestellen an den Buslinien seien angefahren worden. Zudem war eine weitere Vorgabe des Tests der Fahrerwechsel am Bahnhof Eindhoven nach jeweils vier Stunden Fahrt.

Der Test selbst begann am Hauptsitz von VDL in Valkenswaard, wo der Citea der neuen Generation am 10. September um 13 Uhr mit vollgeladener Batterie startete. Am 10. und 11. September lag die Temperatur tagsüber bei 30 Grad Celsius, nachts kühlte es sich auf 21 Grad Celsius ab. Beim ersten Fahrerwechsel am 10. September um 17 Uhr wies der Citea 74 gefahrene Kilometer und einen Batteriezustand von 87 Prozent auf. Um 21 Uhr waren es 146 Kilometer und 72 Prozent Akkukapazität. Am 11. September um 1 Uhr betrug der Kilometerstand 222 und die Restkapazität der Batterie 57 Prozent.

Morgens um 5 Uhr erfolgte der nächste Fahrerwechsel bei 302 Kilometern auf dem Zähler und einer Akkuleistung von 44 Prozent, und um 9 Uhr waren bei 374 gefahrenen Kilometern noch 30 Prozent Akkukapazität vorhanden. Um 13 Uhr war das 24-Stunden-Ziel erreicht, und der letzte Fahrerwechsel fand laut VDL bei 12 Prozent Restkapazität und einem Kilometerstand von 471 statt. Gegen 15 Uhr fuhr der Citea mit noch drei Prozent Restakku wieder auf das Gelände von VDL in Valkenswaard.
Das Fahrzeug habe damit „um 15.14 Uhr in 26 Stunden und 14 Minuten eine Kilometerleistung von 546,7 erreicht“. Laut VDL wurden im Durchschnitt 1,4 Stopps pro Kilometer gemacht, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20,84 km/h.

VDL: Fast 550 Kilometer ohne Zwischenladen

Die erzielte Fahrleistung von fast 550 Kilometern ohne Zwischenladen zeige, dass „der Citea der neuen Generation hält, was er verspricht“, sagte Weijers. Worauf es bei den Testparametern und den Ergebnissen vor allem ankomme, sei aber „die Länge der Fahrt in Kombination mit der Durchschnittsgeschwindigkeit“, so VDL. Die mehr als 26 Stunden Fahrzeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit von weniger als 21 km/h, die Anzahl der Stopps pro Kilometer und die dabei zurückgelegten 546,7 Kilometer bezeichnete der Hersteller als eine „erstaunliche Leistung“, die „sogar die Erwartungen des Produktmanagements von VDL“ übertreffe, wie Guido Weijers sagte.

„Ein Batteriepaket der Größe aus unserem Test mit unserem Wirkungsgrad zeigt, dass eine sehr hohe Laufleistung realisiert werden kann“, erklärte Weijers. Ein Kunde könne aber auch „ein kleineres Batteriepaket wählen, was zu einer Preis- und Gewichtsreduzierung führt“, so der VDL-Produktmanager, der abschließend betonte: „Die hohe Effizienz, die diese Testergebnisse ausdrücken, zeigt außerdem, dass die Kunden nicht mehr nur auf Schnellladevorgänge und die begrenzten Anschlüsse angewiesen sind. Sie haben auch die Möglichkeit, langsam oder nachts zu laden.“

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