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Elektromobilität: Umstellung auf E-Busse geht nur mit Förderung

E-Busse mitsamt Ladeinfrastruktur bei den Kölner Verkehrs-Betrieben
© Foto: KVB/ Christoph Seelbach

Anlässlich eines Besuchs von Bundesumweltministerin Svenja Schulze und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst haben die Kölner Verkehrs-Betriebe einen neuen E-Betriebshof offiziell eingeweiht.


Datum:
05.07.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) sind einer der Vorreiter bei der Umstellung der Busflotte auf den Elektroantrieb. „Wir sind mit der Linie 133, die wir im Dezember 2016 auf den Betrieb mit E-Bussen umgestellt haben, vorangegangen. Hiermit waren wir eines der ersten Unternehmen, die elektrische Gelenkbusse im regulären Betrieb eingesetzt haben“, sagte Jörn Schwarze, KVB-Vorstand Technik, anlässlich eines Besuchs von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) bei der KVB am 29. Juni. Dabei wurde offiziell der neue E-Betriebshof Nord in Betrieb genommen.

Bis 2030 will die KVB ihre Flotte von Diesel- auf Elektroantrieb umgestellt haben. Diese Umstellung sei nur möglich, weil „uns das Land und der Bund kräftig in der Investition unterstützen“, sagte Schwarze. Für die Beschaffung von E-Bussen stellen die Bundes- und die Landesregierung der KVB aus den verschiedenen Förderprogrammen bis 2023 insgesamt rund 44,3 Millionen Euro zur Verfügung. Das Land steuert zudem rund 14,1 Millionen Euro für den Aufbau von Ladeinfrastruktur auf dem Betriebshof Nord und im Stadtgebiet bei. Hinzu kommen Eigenmittel des Unternehmens in Höhe von rund 46,5 Millionen Euro.

Gute Erfahrungen mit dem bisherigen Ladekonzept

Die KVB hat nach eigenen Angaben mit ihrem Ladekonzept für die Linie 133 „gute Erfahrungen“ gemacht. Nachts werden die E-Busse auf dem Betriebshof aufgeladen. Während des Betriebs erfolgt an Endhaltestellen die Nachladung im Schnellladeverfahren. Auf dem Betriebshof Nord werden die E-Busse nachts unter drei Carports abgestellt und über parallele Ladepunkte zeitgleich aufgeladen. Zum Projekt gehört auch die Errichtung einer Übergabestation zwischen der Infrastruktur von Rheinenergie und KVB.

Die Carports haben eine Länge von bis zu 135 Metern bzw. 34 Metern. Ihre Höhe beträgt etwa 6,80 Meter. Die Dächer der Carports hat die KVB an die Rheinenergie verpachtet. Das Schwesterunternehmen hat dort eine Photovoltaik-Anlage errichtet. So wird Ökostrom gewonnen und in das Netz der Rheinenergie eingespeist.

Förderung in mehr als 60 Städten und Regionen

„In Deutschland unterstützen wir mehr als 60 Städte und Regionen bei der Beschaffung von rund 1.500 Elektrobussen“, sagte Bundesumweltministerin Schulze. Hendrik Wüst fügte hinzu: „Moderne Verkehrspolitik ist der beste Klimaschutz. Dazu brauchen wir Vorreiter wie die Kölner Verkehrs-Betriebe, die ihre Flotte konsequent auf emissionsarme Antriebe umstellen.“

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