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Elektromobilität: Zweites Leben für E-Bus-Batterien

Batterien aus dem E-Citaro können nach der Nutzung im Omnibus ein zweites Leben in stationären Energiespeichern antreten
© Foto: Daimler

In Hannover läuft ein Projekt, bei dem Batterien aus einem Elektrobus eine zweite Verwendung als stationäre Energiespeicher im Stadtbahnbetrieb erhalten.


Datum:
29.04.2021
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Batterien, die zuerst in einem E-Citaro zum Einsatz gekommen sind, sollen in einem neuen Gleichrichter-Unterwerk der Hannoverschen Verkehrsbetriebe (Üstra) als stationärer Energiespeicher ein zweites Leben bekommen. Die Entwicklung und Umsetzung dieser Second-Life-Anwendung übernimmt Mercedes-Benz Energy in Kamenz/Sachsen.

Ab dem vierten Quartal 2021 soll das neue Gleichrichter-Unterwerk in Hannover zur Versorgung der Stadtbahnen und Elektrobusse der Üstra beitragen. Der Energiespeicher dient dabei als Puffer zur effizienten Nutzung der anfallenden Rekuperationsenergie im Rahmen des Stadtbahnbetriebs und soll dabei den Ausgleich von Lastspitzen ermöglichen. Der Pilotspeicher verfügt über eine Kapazität von rund 500 kWh und besteht aus rund 20 Batteriesystemen, die zuvor in einem E-Citaro bei Erprobungsfahrten eingesetzt wurden.

Die Einsatzzeit der Batterien mit NMC-Technologie im E-Citaro beträgt laut Mercedes-Benz rund fünf bis sechs Jahre – bei einer Kapazität von etwa 80 Prozent. Danach ist die notwendige Reichweite der Stadtbusse nicht mehr gewährleistet. Der Lebenszyklus einer Batterie endet jedoch nicht zwangsläufig nach dem Betrieb in einem Fahrzeug. Im stationären Betrieb ist sie in der Regel noch voll einsatzfähig, da Kapazitätsverluste hier nur eine untergeordnete Rolle spielen. Nach bestimmungsgemäßer Nutzung der Batterien im Fahrzeug, ist ein Betrieb im stationären Bereich für mehrere weitere Jahre möglich und erweitert damit deren wirtschaftlichen Nutzen und Umweltbilanz.

Weiterverwertung verbessert die Ökobilanz des E-Busses

„Umwelt- und Ressourcenschonung ist das Hauptargument für unseren elektrisch angetriebenen Stadtbus E-Citaro. Wir haben es gründlich überprüft: Sein CO2-Fußabdruck ist über seine lange Lebensdauer hinweg erheblich günstiger als jener von konventionell angetriebenen Stadtbussen. Die Weiterverwendung seiner Batterien verbessert die Ökobilanz zusätzlich“, sagte denn auch Gustav Tuschen, Leiter Entwicklung Daimler Buses.

Die Erweiterung des Gleichrichter-Unterwerks um intelligente Funktionen wird im Rahmen des vom Bundesverkehrsministerium geförderten Verbundprojekts GUW+ entwickelt und demonstriert. Das 2019 gestartete Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren.

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