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ÖPNV: Busse der Hochbahn bekommen Abbiegeassistenten

Anjes Tjarks und Claudia Güsken bei der Vorstellung des ersten Hochbahn-Busses mit dem neuen radarbasierten Abbiegeassistenzsystem
© Foto: Hamburger Hochbahn

Im ÖPNV und dem Fahrrad sieht man in Hamburg wichtige Bausteine der Verkehrswende, damit sie auch im Zusammenspiel sicherer unterwegs sind, werden die Hochbahn-Busse nun mit Abbiegeassistenten ausgerüstet.


Datum:
27.04.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Hamburg will Radfahren in der Stadt sicherer machen, weshalb die Hamburger Hochbahn ihre gesamte Busflotte mit Abbiegeassistenzsystemen ausstattet. „Das Fahrrad und die Busse des ÖPNV sind für eine erfolgreiche Mobilitätswende elementare Bestandteile. Deswegen ist es umso wichtiger, dass beide im Alltagsverkehr sicher und gleichberechtigt unterwegs sind und miteinander harmonieren“, sagte Anjes Tjarks (Grüne), Senator für Verkehr und Mobilitätswende, anlässlich der Vorstellung des ersten Hochbahn-Busses, der mit dem neuen System ausgestattet ist.

Nachdem die Hochbahn im vergangenen Jahr verschiedene Technologien getestet hat, setze man nun auf ein radarbasiertes Abbiegeassistenzsystem, erklärte das Verkehrsunternehmen. Das System sendet elektromagnetische Wellen aus, so können Abstand, Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung eines sich nähernden Objekts bestimmt und vor einem drohenden Zusammenstoß gewarnt werden. Konkret erfasst ein Sensor an der rechten Außenseite des Busses einen Schutzraum von drei Metern Breite und zehn Metern Länge. Sobald die Busfahrer den Blinker setzen, um einen Abbiegevorgang zu starten, schaltet das System in einen Warnmodus. Befinden sich bewegende Verkehrsteilnehmer, wie Radfahrer, Fußgänger oder E-Scooter im Schutzraum, erhält das Fahrpersonal im Bus ein akustisches sowie optisches Signal.

Ausstattung aller Hochbahn-Busse bis Ende 2022

Bis Ende Juni sollen bei der Hochbahn 200 Busse über das neue System verfügen und die komplette Flotte mit über 1000 Bussen soll bis zum Ende des Jahres 2022 über Abbiegeassistenten verfügen. Die Investitionen der Hochbahn in die Ausstattung der Busflotte mit Abbiegeassistenzsystemen liegen bei rund 2,5 Millionen Euro. Claudia Güsken, Hochbahn-Vorständin für Betrieb und Personal, bezeichnete Assistenzsystem als eine „willkommene Ergänzung zum vorausschauenden Fahren – gerade in herausfordernden Abbiegesituationen“. Mit der Ausrüstung der Flotte wolle man einen Beitrag leisten, um „das Zusammenspiel von Bus und Fahrrad in der Stadt weiter zu verbessern“, so Güsken weiter.

Abbiegeassistenzsysteme sind für Stadtbusse laut EU-Verordnung ab dem Jahr 2024 bei Neuzulassungen verpflichtend. Moderne Abbiegeassistenten könnten den Busfahrern dabei helfen, „Radfahrende und Fußgänger sowie Fußgängerinnen besser zu erkennen und erhöhen somit die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer maßgeblich“, sagte Tjarks abschließend.

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