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9-Euro-Ticket: Tourismus NRW wirbt für "Kultur-Fahrkarte"

Das Museum Marta Herford im Teutoburger Wald.
© Foto: Tourismus NRW

Es klingt wie ein Werbe-Slogan - und es ist auch einer: mit der Aktion "9 in 90" will NRW mehr Menschen in die Museen locken. Das umstrittene 9-Euro-Ticket soll sich somit zu einer Art "Kultur-Karte" mausern.


Datum:
25.05.2022
Autor:
Judith Böhnke
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9 Euro, 90 Tage, 9 Museen. Mit der Einführung des sogenannten „9-Euro-Tickets“, das ab dem 1. Juni 2022 bundesweit gültig ist, eröffnen sich auch dem Kultur- und Städtetourismus in Nordrhein-Westfalen neue Perspektiven. Neun Kulturorte, die mit dem Öffentlichen Nahverkehr gut zu erreichen und in der Regel nur wenige Gehminuten von der Haltestelle entfernt sind, sollen stellvertretend für das "attraktive und international beachtete Angebot im Kulturreiseland NRW" stehen, so der Tourismusverband. 

Dr. Heike Döll-König, Geschäftsführerin des Tourismus NRW e.V., begrüßt die Einführung des Tickets und freut sich auf viele kulturinteressierte Menschen, die das Angebot für eine Erlebnistour durchs Land nutzen.

„Das 9-Euro-Ticket könnte einen ähnlichen Effekt haben wie einst der autofreie Sonntag“, sagt Döll-König und wirbt unter dem Motto „9 in 90“ dafür, das Auto in den Sommermonaten einfach mal stehen zu lassen und stattdessen ganz entspannt mit Bus und Bahn zur Kultur zu reisen. „Nordrhein-Westfalens mehr als 1.000 Museen haben Strahlkraft weit über NRW hinaus“, so die Geschäftsführerin von Tourismus NRW. „Das ausgezeichnete Streckennetz des Öffentlichen Personennahverkehrs ermöglicht es Reisenden zudem, diese herausragenden Kulturorte im gesamten Land flexibel, nachhaltig und umweltschonend zu entdecken. So wird das Ticket zur Kulturfahrkarte.“

Folgende „9 in 90“ wollen kulturelle Reiseanlässe sowohl in die nordrhein-westfälischen Städte, als auch in die ländlichen Regionen bieten:

  • "Marta Herford", ein Museumsbau mit fließenden und kippenden Wänden im Teutoburger Wald. Es widmet sich zeitgenössischer Kunst, Architektur und Design.
  • Die Höhenburg "Burg Altena" im Sauerland. Ins Innere der Burg gelangen Besucher durch einen Erlebnisaufzug direkt in der Innenstadt.
  • "Schloss Drachenburg" oberhalb von Königswinter, inmitten der Wälder des Siebengebirges. Nur wenige Gehminuten von der Haltestelle entfernt bringt eine historische Zahnradbahn die Besucher Schloss hinter alten Bäumen und Rhododendren.
  • Das "Museum Kurhaus Kleve" am Niederrhein. Die Wandelhalle, in der einst die Kurgäste flanierten, bildet das Herzstück des von einer barocken Gartenanlage umgebenen Gebäudeensembles.
  • Das "Max Ernst Museum Brühl" des LVR. Es gibt einen umfassenden Überblick über die rund 70 Schaffensjahre des bedeutenden Malers, Grafikers und Bildhauers. Es liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Unesco-Welterbestätten Schloss Augustusburg und Falkenlust in Brühl.
  • Das "Leopold-Hoesch-Museum Düren", das über eine beachtliche Sammlung der Klassischen Moderne und des Expressionismus verfügt, u.a. von Otto Dix, Ernst Ludwig Kirchner und Alexej von Jawlensky.
  • Das "LWL-Freilichtmuseum Detmold", zu dem 120 historische Gebäude, vom Lippischen Meierhof aus dem 16. Jahrhundert bis zur Tankstelle aus den 1960er-Jahren, gehören und den ländlichen Alltag einer ganzen Region erlebbar machen.
  • Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster", das mit zwei historischen Gebäuden in der Altstadt Deutschlands einziges Picasso Museum ist und regelmäßig wechselnde Ausstellungen rund um den spanischen Künstler präsentiert.
  • Das Museum "RELíGIO" in Telgte, das zum Dialog in Glaubensfragen einlädt. 

Alle Museen seien gut an Bus und Bahn angebunden und lohnen einen Besuch insbesondere an weniger frequentierten Werktagen (außer montags, Schloss Drachenburg hat täglich geöffnet). Da das 9-Euro-Ticket bundesweit in allen         Verkehrsverbünden gilt, ließen sich mit ein bisschen Planung im Vorfeld auch Stoßzeiten während des Pendlerverkehrs umgehen, so dass der Ausflug zur Kultur zum entspannten Genuss werde. 

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