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Bustouristik: Forderung nach Steuererleichterung erneuert

Der gbk-Vorsitzende Hermann Meyering hat steuerliche Entlastungen für die Bustouristik gefordert
© Foto: Thomas Burgert

Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen hat der gbk-Vorsitzende Hermann Meyering weiter Unterstützung der Bustouristik durch die Politik gefordert.


Datum:
28.04.2022
Autor:
Thomas Burgert
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Vor dem Hintergrund der aktuellen Spritpreise hat die Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk) auf ihrer Mitgliederversammlung in Köln ihre Forderung nach Steuerentlastungen für die Bustouristik erneuert. Und der gbk-Vorsitzende Hermann Meyering verknüpfte diese Forderung mit einem Appell an die Bundesregierung, ihre klimapolitischen Ziele ernst zu nehmen. Von einer Ampelkoalition, die sich den Klimaschutz auf ihre Fahnen geschrieben hat, dürfe man konkrete Taten erwarten.

Nah den Belastungen durch die Pandemie, erschwere aktuell der Krieg in der Ukraine einen Neustart der Bustouristik, sagte Meyering. „Die Angst vor einem Dritten Weltkrieg ist kein Boden, auf dem Urlaubspläne gedeihen können. Zumal die steigende Inflation die Verbraucher stark verunsichert“, so der gbk-Vorsitzende.

Nach den massiven Umsatzeinbrüchen während der Corona-Pandemie und einer Kostensteigerung für den notwendigen Kraftstoffzusatz AdBlue um das Fünffache innerhalb des vergangenen Jahres hält Meyering die Existenz der Busreiseveranstalter durch die derzeitigen Spritpreise für akut gefährdet. „Deshalb fordern wir von der Bundesregierung, den Dieselkraftstoff für Busreiseveranstalter steuerfrei zu stellen.“

Da es nach Meyerings Einschätzung noch Jahre dauern werde, bis sich die Busreiseveranstalter von den ökonomischen Folgen der Corona-Krise erholt haben, seien die Unternehmen weiterhin auf staatliche Hilfsgelder und die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes bis zum Jahresende angewiesen. Weil auch der Personalmangel die Zukunft der Bustouristik in Frage stellt, fordert Meyering den Abbau bürokratischer Barrieren, die jungen Menschen und Migranten den Zugang zum Beruf des Bus-Chauffeurs versperren. Und die teure Fahrerausbildung sollte mit einem Bafög-System aus öffentlichen Kassen finanziert werden.

Trend geht zum hochwertigen Bus

Nach der Verbandsstatistik, die Geschäftsführer Martin Becker präsentierte, werden von den aktuell 372 gbk-Mitgliedern 756 Reisebusse klassifiziert. Mehr als die Hälfte dieser Fahrzeuge erfülle den Vier-Sterne-Standard und etwa ein Drittel habe fünf Sterne, führte der gbk-Geschäftsführer aus. Und der Anteil der Busse dieser höchsten Qualitätsstufe, die auch noch mit dem Zusatzprädikat „Superior“ ausgezeichnet werden, ist auf 5,5 Prozent angestiegen.

Becker verwies in seiner Rede zudem darauf, dass Mitglieder der gbk bei der Kompensation von Treibhausgasen von Sonderkonditionen profitieren, die ihnen Fokus Zukunft beim Kauf von Zertifikaten für ein Wasserkraftwerk in Brasilien gewährt, und mit klimaneutralen Reisen oder klimapositiven Betriebshöfen werben.

Drei Mutmacher-Vorträge

In der Mitgliederversammlung verwies Hermann Meyering auch auf das soziale Engagement vieler Busunternehmer, die sich seit Beginn des Ukraine-Krieges in der Flüchtlingshilfe engagieren. Wolfram Goslich berichtete von seinen Einsätzen im Ahrtal nach dem verheerenden Hochwasser vom vergangenen Sommer. Auf seinen Hilfstransporten bringt der Coach ganze Lkw-Ladungen mit Brennholz und Baumaterialien in die zerstörten Regionen.

Jürgen Hippin von Daimler Buses erläuterte die Funktion leistungsfähiger Lüftungsanlagen und antiviraler Filter, die einen hohen Infektionsschutz im Reisebus bieten. Die Wirksamkeit dieser Systeme konnte in Zusammenarbeit mit unabhängigen Wissenschaftlern der Technischen Universität Berlin nachgewiesen werden.

Mit einer spritzigen Performance setzte Nicola Fritze zum Abschluss der Jahreshauptversammlung einen kreativen und unterhaltsamen Akzent. Dabei motivierte die Trainerin und mehrfach ausgezeichnete Rednerin ihr Publikum mit interaktiven Experimenten, die eigenen Wahrheiten zu hinterfragen und sich nicht von Ängsten die Neugier auf Veränderungen nehmen zu lassen.

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