Reisen sei ein „Stabilitätsanker in einer zunehmend turbulenten Welt“, betont der Deutsche Reiseverband (DRV) vor dem Hintergrund der globalen Krisen. Die aktuelle Nahost-Krise sorge „verständlicherweise für Verunsicherung und wirkt sich insbesondere über gestiegene Öl- und Kerosinpreise auf die Reisewirtschaft aus“, schreibt der Branchenverband mit Blick auf die aktuelle Lage. Die Versorgungslage sei aber „stabil“, ein Kerosinmangel in Deutschland bestehe nicht und „der Sommerurlaub 2026 ist nicht in Gefahr“, erklärte der DRV.
Organisierte Reise zeigt in der Krise ihre Stärke
Die Nachfrage nach Reisen sei weiterhin vorhanden – sie äußere sich jedoch in einem „veränderten Buchungsverhalten: kurzfristiger, bewusster und mit einem klaren Fokus auf Sicherheit und Verlässlichkeit“ und hier zeige sich die Stärke der organisierten Reise. „Pauschalreisen und die persönliche Beratung in Reisebüros bieten den Kundinnen und Kunden die notwendige Absicherung in unsicheren Zeiten. Sie gewährleisten Unterstützung, Flexibilität und finanzielle Sicherheit, sollte es zu unvorhersehbaren Ereignissen kommen“, betont der DRV. Der Tourismus sei zugleich eine tragende Säule für die wirtschaftliche Entwicklung vieler Zielregionen.
Anhaltende Krise würde weitere Maßnahmen erfordern
Gleichzeitig würden die steigenden Lebenshaltungskosten und die wirtschaftliche Unsicherheit große Sorgen bereiten, erkennt auch der DRV. Insbesondere einkommensschwächere Haushalte würden Gefahr laufen, vom Reisen ausgeschlossen zu werden. Die Bundesregierung müsse Entlastungsmaßnahmen jetzt konsequent umsetzen, um die Kaufkraft zu stärken und breiten Bevölkerungsschichten weiterhin Teilhabe am Reisen zu ermöglichen. „Sollte die Krise länger andauern und das hohe Preisniveau bei Treibstoffen bestehen bleiben, sind zusätzliche Maßnahmen notwendig“, so der DRV und sprach sich für eine Abschaffung der Luftverkehrsteuer sowie eine Reduzierung der staatlichen Gebühren aus.