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Touristik: Kleinode der Romanik-Tour in Saale-Unstrut

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Die Burg Querfurt ist mit über 1100 Jahren Geschichte eine der ältesten Burgen an der Straße der Romanik
© Foto: Saale-Unstrut Tourismus GmbH/Falko Matte

Entlang der Straße der Romanik liegen nicht nur berühmte UNESCO-Welterbestätten, sondern auch viele Kleinode lassen sich zu einer attraktiven Reise zusammenstellen.


Datum:
22.08.2023
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
4 min
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Die Straße der Romanik, eine der bekanntesten touristischen Routen in Deutschland, wird in diesem Jahr 30. Jahre alt. Die Romanik gilt als die erste gesamteuropäische Stilepoche nach Niedergang des Römischen Reiches und fasziniert bis heute. Seit 1993 verbindet die Straße der Romanik die bedeutendsten Zeugnisse der Romanik in Mitteldeutschland. Die Straße führt in Form einer Acht auf mehr als 1000 Kilometer Länge zu fast 90 Bauwerken in Sachsen-Anhalt, über 20 davon liegen in der Region Saale-Unstrut.

Publikumsmagnete in der Wein- und Kulturregion sind das UNESCO-Welterbe Naumburger Dom und der Merseburger Dom. Doch auch weniger bekannte Bauten, mitunter abseits der touristischen Straße, sind einen Besuch wert. Hier sind sechs Tipps, die sich beispielsweise für eine Tour entlang der Straße der Romanik im Herbst eignen.

Die Sonderausstellung „Des Kaisers Herz – Archäologische Tiefenfahndung am Sterbeort Ottos des Großen“ im Museum Kloster und Kaiserpfalz Memleben präsentiert noch bis 31. Oktober archäologische Funde. Dabei können Besucher die mittelalterliche Klosteranlage mithilfe moderner Technik im virtuellen Raum neu auferstehen lassen. So erscheinen die Monumentalkirche aus dem 10. Jahrhundert, von der nur Fundamente und wenige Mauerreste erhalten sind, und die spätromanische Klosterkirche, die als Ruine zu sehen ist, durch Augmented Reality in voller Größe. Darüber hinaus gibt die Schau Einblicke in die Erkenntnisse der jüngsten archäologischen Grabungen, die ab Ende August vor Ort fortgeführt werden.

Dem Flusslauf der Unstrut weiter rund 30 Kilometer in Richtung Osten folgend, liegt die Klosterkirche Zscheiplitz. Das Baudenkmal entstand wahrscheinlich im späten 11. Jahrhundert oder Anfang des 12. Jahrhunderts. Bis zum 31. Oktober ist das Kirchengelände und der Zugang zur Gruft täglich geöffnet. Von der Kirchenmauer bietet sich ein schöner Blick auf die Weinberge und das Unstruttal bis zum Schloss Neuenburg, eine weitere Station an der Straße der Romanik.

Burgen und Klöster

Eine weiter Station an der Straße der Romanik ist die weiter nördlich gelegene Burg Querfurt, die nach mehrjährigen Bauarbeiten auf dem Burghof wieder uneingeschränkt zugänglich ist. Mit über 1100 Jahren Geschichte ist sie eine der ältesten Burgen an der Ferienstraße. Drei Türme, zwei Ringmauern und die mittelalterlichen Befestigungen sind weithin sichtbar. Bei Führungen an Sonn- und Feiertagen tauchen Gäste ins Mittelalter ein und erfahren mehr über die Geschichte. Veranstaltungstipp: Am 3. November ist die Anlage bei „Nachts auf der Burg“ im Dunkeln zu erleben.

Begegnungen mit dem Klosterleben ermöglicht die Stiftskirche und das Kloster St. Petrus auf dem Petersberg nördlich von Halle. Das 1124 von den Wettinern auf einem Hügel gegründete Augustinerchorherrenstift ist heute eine Pfarr- und Klosterkirche. Die Stiftskirche ist täglich geöffnet. Dienstags bis samstags sind Gäste morgens, mittags und abends zum Gebet der sechs hier lebenden Mönche und Nonnen eingeladen. Führungen bietet der Verein „Freundeskreis für den Erhalt der Stiftskirche Petersberg bei Halle“ auf Anfrage an.

Schätze der Romanik entdecken

Weiter südlich in Thüringen beherbergt Saale-Unstrut Schätze der Romanik. Zu den bedeutendsten romanischen Sakralbauten in Thüringen gehört die Klosterkirche Thalbürgel östlich von Jena. 1133 als Benediktinerkloster gegründet, ist sie heute das Gotteshaus der evangelischen Kirchgemeinde Bürgel. Das Besondere: Das Fundament des einzigen benediktinischen Staffelchores in Deutschland ist heute noch zu sehen. Die Kirche ist bis Ende Oktober am Wochenende geöffnet. Führungen können auf Voranmeldung gebucht werden.

Nur wenige Kilometer weiter liegt die im 12. Jahrhundert gegründete Klosterkirche Bad Klosterlausnitz. Sie gehörte zu einem Augustiner-Nonnenkloster, das während der Reformation aufgelöst wurde. Im 18. Jahrhundert wurden die baufälligen Klostergebäude abgerissen. An deren Stelle entstand ein herzogliches Jagdschloss. Über ein Jahrhundert später begann der Wiederaufbau der Kirche in Form einer romanischen Pfeilerbasilika. Heute gilt die Kirche als Meisterwerk der Baukunst des 19. Jahrhunderts. Sie ist täglich zwischen zehn und 16 Uhr geöffnet.

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