Touristik: Stimmung in der Reisebranche hat sich verschlechtert

18.07.2026 15:12 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Reisende, die im Frühjahr die Urlaubsbuchung aufgeschoben haben, könnten sich noch für eine kurzfristige Buchung entscheiden, so das Ifo-Institut
© Foto: WBO

Das Geschäftsklima bei Reisebüros und Reiseveranstaltern hat sich im Juni etwas verschlechtert, wie aus aktuellen Zahlen des Ifo-Instituts hervorgeht.

Der Branchenindikator fiel im Juni auf -32,0 Punkte, nach -30,3 Punkten im Mai. Vor der Eskalation im Nahen Osten, im Februar, waren es noch -15,6 Punkte (die werte sind saisonbereinigt korrigiert). „Viele Reisende waren besonders zu Beginn des Iran-Konflikts in ihren Urlaubsplänen verunsichert“, sagt Ifo-Branchenexperte Patrick Höppner. Nachholeffekte könnten die Folge sein: „Reisende, die im Frühjahr die Urlaubsbuchung aufgeschoben haben, können sich zur Sommerhauptreisezeit noch für eine kurzfristige Buchung oder einen Last-Minute-Urlaub entscheiden.“

Nachfrage nach Mittelmeerzielen ist stabil

Für viele europäische und außereuropäische Reiseziele im Mittelmeerraum ist die Nachfrage stabil oder steigt. Die Zahl der Flugpassagiere, die von einem Hauptverkehrsflughafen in Deutschland eine Reise nach Italien beginnen, stieg von Januar bis Mai 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,0 Prozent. Nach Spanien blieb die Zahl der Passagiere etwa konstant. Das geht aus der Luftverkehrsstatistik des Statistischen Bundesamts hervor. Nach Griechenland flogen 3,6 Prozent mehr Passagiere, nach Kroatien 4,2 Prozent und in die Türkei 2,7 Prozent mehr. Insgesamt ging die Zahl der Flugreisenden um 0,2 Prozent zurück. „Im Gegensatz zum Mittelmeerraum verlieren derzeit viele Fernreiseziele an Attraktivität“, sagte Höppner.

Unternehmen erwarten keine steigenden Preise

Der Anteil der Reiseunternehmen, die für die kommenden Monate mit steigenden Preisen planen, hat sich im Juni spürbar verringert: So fielen die Ifo-Preiserwartungen der Branche deutlich. „Ein wichtiger Grund dafür sind die deutlich gesunkenen Preise für Flugkerosin im Mai und Juni“, erklärte Höppner. „Das Preisniveau bleibt aber höher als vor der Eskalation des Iran-Konflikts Ende Februar.“

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