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Touristik: Umfrage zeigt steigende Reiselust

Anbieter sollten auf klare und flexible Stornobedingungen setzen, empfiehlt PWC
© Foto: lotharnahler/stock.adobe.com

Nach eineinhalb Jahren Pandemie wollen viele Bundesbürger wieder verreisen, unterschiedlicher Ansicht sind sie beim Thema 3G- oder 2-Regeln bei Reiseangeboten.


Datum:
03.11.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Laut einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens PWC wächst die Reiselust der Deutschen. Demnach ist mit 44 Prozent fast die Hälfte der Bundesbürger im Jahr 2021 bereits verreist und weitere 34 Prozent haben für die kommenden sechs Monate eine Urlaubsreise gebucht oder planen dies. Nur für rund ein Viertel sind Ferien in den kommenden sechs Monaten kein Thema. Im Auftrag von PWC wurden im September 1000 Menschen in Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

Die Angst vor Covid-19 als bestimmendes Kriterium bei Reisen trete „langsam in den Hintergrund, immer mehr Menschen planen ihren Urlaub unabhängig davon“, sagte Ingo Bauer, Leiter des Bereichs Transport und Logistik bei PWC Deutschland. Viele Menschen hätten in den vergangenen Monaten positive Erfahrungen beim Reisen gemacht. So geben rund 90 Prozent der Befragten, die 2021 bereits im Urlaub waren, an, dass sie sich sowohl bei der Hin- und Rückreise als auch in ihrer Unterkunft am Urlaubsort tendenziell sicher gefühlt haben und wieder reisen wollen.

Die positiven Erfahrungen der Urlauber haben laut der Umfrage Signalwirkung auf das Buchungsverhalten für weitere Reisen. Besonders Pauschalreisen in das europäische Ausland haben an Attraktivität gewonnen: Zwei Drittel der Befragten können sich eine solche Reise in den kommenden sechs Monaten vorstellen, elf Prozentpunkte mehr als noch bei einer ähnlichen PWC-Umfrage im Frühjahr 2021.

Höherer Impfquote bedeutet nicht automatisch eine Erholung

Thema der Umfrage waren auch die Gründe für eine Stornierung der gebuchten Reise. Hier hatten bei der Umfrage im April 2021 hatten über alle Altersgruppen hinweg 52 Prozent eine fehlende Corona-Impfung als Stornierungsgrund angegeben, in der aktuellen Umfrage ist der Wert mit 49 Prozent nahezu unverändert. „Die Reisebranche kann sich trotz deutlich höherer Impfquote nicht automatisch auf eine Erholung einstellen. In unserer Befragung zeigten sich vor allem die Älteren skeptisch, zu Reisebeginn über einen gültigen Impfschutz zu verfügen. Hier kann auch bereits die Sorge vor einem Nachlassen der Schutzwirkung eine Rolle spielen“, sagte Ingo Bauer.

Knapp ein Viertel (23 Prozent) der Befragten wünscht auch keine Separierung nach Immunstatus. Touristische Angebote mit 3G-Regel werden von den Reisewilligen sehr unterschiedlich bewertet. Mehrheitliche Tendenzen gab es in den Antworten der Befragung nicht. 28 Prozent könnten sich einen Urlaub in einer 2G-Reisegruppe und 39 Prozent eine 2G-Unterkunft sowie 34 Prozent ein 2G-Verkehrsmittel vorstellen, schließen aber andere Optionen ohne Unterscheidung nach dem Infektions- bzw. Impfstatus nicht aus. „Punkten können Anbieter deshalb mit klaren und flexiblen Stornobedingungen. Gute Hygienekonzepte gelten mittlerweile als selbstverständlich und rechtfertigen nach anderthalb Jahren Pandemie keinen Aufpreis mehr“, sagte PWC-Experte Ingo Bauer abschließend.

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